POLITIK
17/02/2016 12:55 CET | Aktualisiert 17/02/2016 17:33 CET

Türkei: Schwere Explosion in Ankaras Regierungsviertel - Zahl der Todesopfer erhöht sich auf 28

Bei einer schweren Explosion in der türkischen Hauptstadt Ankara sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Die Entwicklungen im Newsblog:

22.33 Uhr: Der CSU-Politker und Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, hat den Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara miterlebt. "Ich war am Nachmittag im Hotelzimmer für einen kurzen Zwischenstopp und hörte dann draußen einen lauten Knall", sagte Weber am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Fenster seien erzittert. Das Hotel liege nur wenige Meter vom Anschlagsort entfernt.

21.16 Uhr: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Familien der Opfer des Bombenanschlags Beileid ausgesprochen. "Die Türkei, deren lange Vergangenheit voller trauriger Erfahrungen ist, wird mit Gottes Hilfe auch über diese Angriffe hinwegkommen", hieß es in einer am Mittwoch auf der Website des Präsidialbüros verbreiteten Erklärung. Der Kampf gegen den Terror werde noch entschlossener weitergeführt. Die Türkei werde von ihrem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen, hieß es weiter.

21.06 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) lässt mitteilen, wenn es sich um einen Anschlag gehandelt habe, dann sei dies ein "feiger Akt der Gewalt".

21.00 Uhr: Angela Merkel versichert, Deutschland stehe im Kampf gegen den Terror an der Seite der Türkei.

20:19 Uhr: Die türkische Nachrichtenagentur Dogan News Agency (DHA) zitiert Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus, der inzwischen von 28 Todesopfern ausgeht. Nur wenige Minuten zuvor hatte der Gesundheitsminister der Türkei, Mehmet Müezzinoğlu, von 24 Todesopfern und 61 Verletzten gesprochen.

Noch sei unklar, wer für den Anschlag verantwortlich sei. Die Tat sei jedoch "sehr gut geplant" gewesen, sagte Kurtulmus in einer offiziellen Ansprache im türkischen Fernsehen. Es handele sich nicht um einen Angriff auf das Militär, sondern auf die Nation.

20:01 Uhr: Die Tagesschau berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass sich die Zahl der Toten auf mindestens 20 erhöht hat, auch die Zahl der registrierten Verletzten liegt mittlerweile bei über 60.

19:52 Uhr: Aus Sicherheitskreisen will die Nachrichtenagentur Reuters erfahren haben, dass erste Anzeichen auf einen Anschlag durch die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hindeuten könnten, andere Sicherheitskreise aus dem kurdischen Südosten des Landes jedoch gehen von einem Anschlag durch die Terrororganisation Islamischer Staat aus. Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich noch keine der beiden Gruppierungen zu der Tat bekannt.

Ein Video, das auf Twitter kursiert, soll den Moment der Explosion zeigen:

19:30 Uhr: Die Zahl der Todesopfer hat sich auf 18 erhöht, verletzt sein sollen mindestens 45 Menschen. Das berichtet die amerikanische Nachrichtenagentur AP mit Berufung auf Ankaras Gouverneur Mehmet Kiliclar.

19:26 Uhr: Der türkische Politiker Veysel Eroğlu soll laut der britischen Nachrichtenseite "The Guardian" im türkischen Fernsehen von einer "Terrororganisation" als mögliche Anschlagsquelle gesprochen haben. Verdächtige wollte er zu diesem Zeitpunkt nicht benennen.

19:17: In einem Statement des türkischen Militär heißt es, die Wagen seien angegriffen worden, als sie an einer Ampel gehalten hatten. Bei den fünf Todesopfern handele es sich um türkische Soldaten auf dem Heimweg.

Das berichtet die amerikanische Nachrichtenagentur AP. Das Militär verurteile die "verachtenswerte und heimtückische Tat", hieß es in dem Statement weiter.

19:05 Uhr: Der Türkei-Korrespondent des ZDF berichtet, dass die Attentäter direkt in zwei türkische Militärfahrzeuge hineingefahren seien, als die Bombe detonierte. Am Unglücksort seien zwei Busse vollkommen ausgebrannt.

18:51 Uhr: Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat wegen der Explosion seinen geplanten Trip nach Brüssel abgesagt, berichtet der Sender CNN Türk. Laut der Nachrichtenagentur AP traf sich Davutoglu stattdessen in einem Sicherheitsmeeting mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan.

18:43 Uhr: Justizminister Bekir Bozdag sprach auf Twitter von einem "Terrorangriff" und verurteilte die Tat. Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus.

18:36 Uhr: Der Türkei-Koresspondent des Nachrichtensenders N24 berichtet, dass Ankara wohl von einem Anschlag gegen die Regierung ausgeht. Laut türkischen Medienberichten soll sich der Anschlag nur wenige hundert Meter vom türkischen Parlamentsgebäude in Ankara ereignet haben.

18:07 Uhr: Der Gouverneur von Ankara Mehmet Kilicla meldet, es habe mindestens fünf tote und zehn Verletzte gegeben. Es habe sich um einen Autobombenanschlag gehandelt.

Hintergrund: Die Türkei ist nervös, weil sie in jüngster Zeit mehrmals Ziel von Terroranschlägen war. Im Januar sprengte sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe der Blauen Moschee inmitten von Touristen in die Luft und riss zehn Deutsche mit in den Tod. In Ankara hatte es im Oktober einen verheerenden Anschlag auf eine Friedensdemonstration mit mehr als 100 Toten gegeben.

17.53 Uhr: Die Agentur DHA meldet, es seien Militärfahrzeuge attackiert worden. Ein Youtube-Video zeigt Feuer und dichten Rauch über der vielbefahrenen Straße.

17.50 Uhr: Medien melden eine heftige Explosion in der türkischen Hauptstadt Ankara. Sie soll sich im Regierungsviertel ereignet haben.

Mit Material von dpa

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