POLITIK
17/02/2016 02:58 CET | Aktualisiert 17/02/2016 05:14 CET

Schülerin in Graz wurde vergewaltigt - eine Lehrerin soll nichts unternommen haben

thinkstock.com

Es ist ein heftiger Vorwurf: Eine 15-jährige österreichische Schülerin soll von sechs Jungen vergewaltigt worden sein. Die Grazer Staatsanwaltschaft wirft der Lehrerin Medienberichten zufolge nun unterlassene Hilfeleistung vor.

Im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 15-Jährigen an einer Grazer Schule werden derzeit Ermittlungen gegen 18 Verdächtige geführt. Das berichtet die österreichische Nachrichtenagentur "APA". Unter den Verdächtigen befinden sich jene sechs Jungen, die das Mädchen missbraucht haben sollen, sowie eine Lehrerin und andere Schüler und Schülerinnen.

Bei der Pädagogin stellt sich die Frage, ob sie dem Schulleiter früh genug Meldung gemacht hat. Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, bestätigte einen Zeitungsbericht, wonach die Lehrerin von der Polizei als Beschuldigte vernommen wurde. Sie könnte von den Übergriffen gewusst und nichts oder zu spät etwas dagegen unternommen haben.

Auch anderen Schulkameraden wird unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Insgesamt werden vier Vorfälle überprüft, so Bacher. Die Ermittlungen laufen noch, ob es zu einer Anklage kommt, ist deshalb nicht sicher.

Die sechs Hauptverdächtigen sollen laut "APA" einer "auffälligen" Clique angehört haben und die 15-Jährige im Mai 2015 im Ärztezimmer der Neuen Mittelschule vergewaltigt haben. Die Jungen haben im Herbst die Schule verlassen und wurden wenig später auf freiem Fuß angezeigt. Aufgekommen war der Fall nämlich erst Monate später, als das Opfer sich an einer neuen Schule einer Betreuerin anvertraute.

Auch auf HuffPost:

Warum die Linke Wahlkampf mit Altkanzler Helmut Kohl macht

Lesenswert

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.