POLITIK
16/02/2016 15:55 CET

Die Idee dieser Berliner Touristenführerin sollte Vorbild für andere Großstädte sein

"Wie wirkt sich die Flüchtlingskrise auf Berlin aus?" und "Wie geht es den Flüchtlingen hier?" Diese und ähnliche Fragen bekam die britische Berlin-Fremdenführerin Lorna Cannon immer wieder gestellt.

Die Touristen, die sie durch die deutsche Hauptstadt führte, interessierten sich immer öfter nicht etwa nur für die Geschichte der DDR, sondern auch für die aktuelle Situation.

Flüchtlinge als Touristenführer

Das brachte die junge Frau auf eine Idee. Anstatt den Urlaubern von den Flüchtlingen zu erzählen, wollte sie ihnen selbst die Chance geben, ihre Geschichte und ihre Verbindung zu Berlin zu teilen, verriet Cannon dem britischen TV-Sender "BBC".

Cannon gründete eine Facebook-Seite unter dem Namen "Refugee Voices: Solidarity Tours in Berlin" (zu deutsch etwa: "Flüchtlinge erzählen: Solidaritätstour durch Berlin") – und ihre Idee stieß sofort auf Interesse.

Today we had another successful and insightful tour. Here is Moha and Mohammed Ali explaining living on Oranienplatz...

Posted by Refugee Voices: Solidarity Tours in Berlin on Samstag, 7. November 2015

"Der einzige Weg, um die Geschichte der Flüchtlinge Berlins zu verstehen, ist, den Menschen zuzuhören, die es selbst erlebt haben", heißt es auf der Facebook-Seite ihrer Organisation.

Eine großartige Idee, finden wir. Denn die Flüchtlingskrise und die Menschen, die zu uns kommen, sind bereits Teil unserer Gesellschaft - und unserer Geschichte.

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