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15/02/2016 06:50 CET | Aktualisiert 15/02/2016 07:01 CET

Syrien: Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bombardiert - mindestens neun Tote

Anne-Beatrice Clasmann dpa
Luftangriffe zerstören in Syrien Häuser. Nun also auch ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen. (Symbolbild)

Bei einem Luftangriff im Norden Syriens ist eine von der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen unterstützte provisorische Klinik zerstört worden. Berichte über Opfer des Angriffs in der Stadt Maaret al-Numan in der Provinz Idlib gebe es nicht, sagte Sprecherin Mirella Hodeib am Montag.

Aber: Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit, mindestens neun Menschen seien getötet und verletzt worden. Russische Flugzeuge hätten das Krankenhaus ins Visier genommen und zerstört.

Sie geht davon aus, dass die Luftschläge von russischen Kampfjets ausgeführt wurden. Die Zahl der Toten könne steigen, da noch Opfer unter den Trümmern vermutet würden. Von russischer Seite gab es zu dem Vorfall zunächst keine Angaben. Im Norden des Landes sind syrische Truppen auf dem Vormarsch. Dieser wird durch russische Luftangriffe unterstützt.

Anfang Februar wurde ein anderes MSF-Krankenhaus bombardiert

Bereits Anfang Februar wurde in Syrien ein Krankenhaus angegriffen, das von Ärzte ohne Grenzen (MSF) unterstützt wird. Bei der Bombardierung im Süden des Landes hat es nach Angaben der Hilfsorganisation drei Tote gegeben. Sechs weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Stadt Tafas zwölf Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt verletzt worden, stand in einer Mitteilung der Organisation vom Dienstag.

Sie äußerte sich nicht dazu, wer den Angriff geflogen hat. In der Region gab es zuletzt intensive Luftangriffe der syrischen Luftwaffe und der mit ihnen verbündeten russischen Streitkräfte zur Unterstützung der Regierungstruppen.

"Allein seit Jahresbeginn wurden 13 Gesundheitseinrichtungen in Syrien bombardiert. Das zeigt, dass auch Kliniken keine Orte mehr sind, an denen Patienten in Sicherheit genesen können", beklagte MSF noch vergangene Woche. Nun wurde eine weitere Einrichtung angegriffen.

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