POLITIK
15/02/2016 06:44 CET

Russland will Raketen an Iran liefern

Some of the forty rockets (type M-302), up to the range of 160 kilometres, 181 122mm mortar shells, and approximately 400,000 7.62-calibre rounds are put on display by the Israeli military along the docks of the southern Israeli military port of Eilat, on March 10, 2014. The ammunition was found on a vessel, the Panamanian-flagged Klos-C, which was allegedly transporting arms from Iran to Gaza, and was escorted into the port of Eilat after Israeli naval commandos seized it on March 5, 2014. AFP PHOTO / JACK GUEZ        (Photo credit should read JACK GUEZ/AFP/Getty Images)
JACK GUEZ via Getty Images
Some of the forty rockets (type M-302), up to the range of 160 kilometres, 181 122mm mortar shells, and approximately 400,000 7.62-calibre rounds are put on display by the Israeli military along the docks of the southern Israeli military port of Eilat, on March 10, 2014. The ammunition was found on a vessel, the Panamanian-flagged Klos-C, which was allegedly transporting arms from Iran to Gaza, and was escorted into the port of Eilat after Israeli naval commandos seized it on March 5, 2014. AFP PHOTO / JACK GUEZ (Photo credit should read JACK GUEZ/AFP/Getty Images)

Russland will in Kürze das Raketenabwehrsystem S-300 an Iran liefern. Das hat das russische Verteidigungsministerium laut der Nachrichtenagentur Ria angekündigt. Der schiitische Staat habe auch Interesse am weiterentwickelten S-400-Model angemeldet. Verhandlungen darüber gebe es derzeit aber nicht.

Russland und Iran verhandeln seit Jahren über das Raketenabwehrsystem. 2010 hatte der damalige Präsident Dmitrij Medwedew die Auslieferung der Boden-Luft-Raketen allerdings untersagt, weil sie gegen die Iran-Sanktionen verstießen. Im November unterzeichneten Moskau und Teheran dann einen Vertrag über die umstrittene Lieferung.

Der Schritt Irans dürfte die Spannungen in der Region wieder verschärfen. Dabei hatte das Land durch seinen erklärten Verzicht auf den Bau einer Atombombe einen großen Schritt in Richtung der westlichen Staatengemeinschaft gemacht.

Der Iran hatte zuletzt zugestimmt, den Bestand an angereichertem Uran von 12.000 Kilogramm auf 300 Kilogramm zu verringern. Dafür haben die EU und die USA das lange bestehende Wirtschaftsembargo aufgehoben.

Vor allem das mit dem Iran verfeindete Israel hat schwere Sicherheitsbedenken und wollte den Deal deshalb bis zuletzt verhindern. Nach Einschätzung von Beobachtern könnten die Raketensysteme dazu dienen, iranische Atomanlagen vor Luftangriffen zu schützen.

Israel sieht sich vom Iran bedroht und hält sich deswegen Luftangriffe auf iranische Atomanlagen als Option offen. Die Regierung in Teheran betont dagegen, dass das russische Raketensystem zur Bekämpfung der Terrormiliz IS eingesetzt werde.

Mit Material von dpa

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