POLITIK
14/02/2016 07:38 CET

Zwei IS-Terroristen aus österreichischem Flüchtlingsheim festgenommen

Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) wollte am 13. November in Paris offenbar noch mehr Anschläge verüben. Doch die europäische Grenzschutzagentur Frontex bremste die Terroristen aus. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ ("Bams").

Zwei Männer haben dem Bericht nach österreichischen Behörden gestanden, dass sie sich im Oktober 2015 als Flüchtlinge ausgegeben hätten und nach Griechenland gereist seien. Frontex-Polizisten hätten sie allerdings drei Wochen lang aufgehalten – wegen ihrer gefälschten Pässe. Andere Terroristen sollen zeitgleich mit ihnen gereist sein und dann in Paris die Anschläge verübt haben.

Die beiden Männer sind laut „Bams“ nach einem Hinweis des deutschen Verfassungsschutzes schon am 10. Dezember festgenommen worden. Sie lebten offenbar in einer Flüchtlingsunterkunft in Salzburg.

Dass die Nachricht ausgerechnet jetzt bekannt wird, dürfte der österreichischen Regierung zupass kommen - zeigt sie doch, dass Flüchtlinge ein Sicherheitsrisiko darstellen können. Sie bemüht sich massiv, die Staatsgrenzen gegen Flüchtlinge abzuschotten und den Zuzug einzudämmen. Unter anderem ist in Planung, Grenzkontrollen am Brenner einzuführen - was wohl viele Staus verursachen würde.

Der IS hat nach Geheimdienstinformtionen in den von ihm kontrollierten Gebieten Zehntausende Blanko-Pässe in den Ämtern erbeutet. Und angeblich auch Maschinen, mit denen man Ausweise produzieren kann. So dürfte es extrem schwierig sein, Fälschungen zu erkennen. Die Terroristen treiben mit den Papieren angeblich auch Handel.

Der aktuelle Fall ist nicht der erste, bei dem ein Attentäter versucht, sich als Flüchtling einzuschmuggeln. Ein Mann, der in Paris eine Polizeistation attackiert hatte, war zuvor mit sieben verschiedenen Identitäten durch Europa gereist. Er hatte unter anderem in einem Flüchtlingsheim im deutschen Recklinghausen gelebt.

Das Ausländeramt der Stadt begann daraufhin, über jeden Flüchtling Erkundigungen bei Polizei und Bundesnachrichtendienst einzuholen. Die Maßnahme und ihr Erfolg sind höchst umstritten.

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