POLITIK
14/02/2016 04:06 CET | Aktualisiert 14/02/2016 06:28 CET

Viele Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge nur halb belegt

Ein irakisches Kleinkind steht in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Fuldatal-Rothwesten (Hessen)
dpa
Ein irakisches Kleinkind steht in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Fuldatal-Rothwesten (Hessen)

Viele Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber stehen derzeit halb leer. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ („Wams“) unter Berufung auf eine Umfrage in den zuständigen Ministerien.

Einige Beispiele für die Auslastung:

  • Sachsen: 25 Prozent
  • Thüringen: 33 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 40 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 46 Prozent
  • Niedersachsen: 81 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 63 Prozent
  • Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt: fast voll ausgelastet

Der Grund für die Entspannung sollen gesunkene Flüchtlingszahlen im Winter und eine bessere Verteilung der Flüchtlinge auf die Kommunen sein. Denn für die Erstaufnahme sind die Länder verantwortlich, für die weitere Unterbringung, etwa nach drei Monaten, sorgen in der Regel die Kommunen. Das Asylverfahren allerdings obliegt dem Bund.

Das heißt allerdings auch: Die Länder erwarten, dass im Frühling wieder mehr Menschen kommen. Und bauen ihre Kapazitäten weiter aus.

Die Erstaufnahmeeinrichtungen stehen vielerorts in der Kritik. Denn in den Massenunterkünften gibt es oft weder Privatsphäre noch Ruhe, Sanitäranlagen sind häufig knapp bemessen. Und all das fördert Aggressionen, fördert Frust.

Vielleicht haben die Menschen ja nun wenigstens eine kurze Verschnaufpause.

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