POLITIK
13/02/2016 15:20 CET | Aktualisiert 13/02/2016 15:40 CET

Sicherheitskonferenz - "Im Notfall auf AfD-Mitglieder schießen": Demonstrant provoziert mit verdrehtem Petry-Zitat

Polizisten sichern in der Münchner Innenstadt die Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz
dpa
Polizisten sichern in der Münchner Innenstadt die Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz ist es bei einer Demonstration am Samstagnachmittag offenbar zu einem Zwischenfall gekommen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat ein Sprecher der linksradikalen Gruppe "Organisierte Autonomie" aus Nürnberg während eines Protestzuges durch die Münchner Innenstadt zur Gewalt gegen AfD-Mitglieder aufgerufen.

Im Notfall kann man auch auf AfD-Mitglieder schießen

"Im Notfall kann man auch auf AfD-Mitglieder schießen. Das würde unsere Rechtslage auch hergeben", soll der Sprecher in ein Mikrofon gerufen haben, berichtet das Blatt.

Zuvor habe der Mann über Hetze gegen Flüchtlinge gesprochen, so wie sie etwa von AfD-Chefin Frauke Petry praktiziert werde. Petry hatte kürzlich in einem Interview den Einsatz von Schusswaffen an deutschen Grenzen gefordert.

Wie die "SZ" berichtet, wollte der Beschuldigte Nachfragen hinterher nicht beantworten.

Mit mehr als 1000 Teilnehmern hatte die Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz am Samstagmittag begonnen. Rund 250 Demonstranten marschierten im sogenannten Schwarzen Block mit, sagte ein Sprecher der Polizei.

Zeigen wir ihnen, dass sie nicht in unserem Namen handeln

Der Liedermacher Konstantin Wecker (68) sagte bei der Auftaktkundgebung, Europa drohe faschistisch zu werden. "Zeigen wir den Waffenhändlern und Lobbyisten und Kriegstreibern im Bayerischen Hof laut und deutlich, dass sie nicht in unserem Namen handeln."

In dem Luxushotel tagen noch bis Sonntag zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter internationaler Organisationen unter anderem zu Themen wie den Konflikten in Syrien und in der Ukraine.

Alljährlich begleiten Kritiker das Treffen mit Protestaktionen. Die Veranstalter rechneten am Samstag mit bis zu 4000 Demonstranten. Die Teilnehmer marschierten mit Bannern und Plakaten in zwei Zügen zum Veranstaltungsort.

Mit Material von dpa

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