LIFE
13/02/2016 05:25 CET

Ein Angestellter beobachtete, wie sein Chef eine arme Mutter behandelte - und reagierte sofort

Er beobachtete, wie sein Chef eine arme Mutter im Supermarkt  behandelte - und reagierte sofort
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Er beobachtete, wie sein Chef eine arme Mutter im Supermarkt behandelte - und reagierte sofort

Ein Angestellter in einem Supermarkt erlebte vor wenigen Monaten eine Szene, die ihn tief berührte. Er beobachtete seinen Chef im Umgang mit einer verwahrlost wirkenden Mutter und beschloss, das Erlebte sofort auf der Online-Plattform Reddit zu veröffentlichen. Das ist seine Geschichte:

Lasst mich erstmal erklären, wie unser Marktleiter aussieht. Er ist über 1,90 Meter groß und wirkt sehr einschüchternd. Doch im Gegensatz zu seiner äußeren Erscheinung ist er ein sehr lieber Mensch.

Ich arbeitete erst seit sieben Monaten in dem Supermarkt, als diese Frau mit zwei Kindern eines Tages hereinkam. Eins war etwa zwei Jahre alt, das andere ungefähr fünf. Die Mutter sah verängstigt aus. Ihre Haare waren ungepflegt und es wirkte, als hätte sie seit Tagen nicht geschlafen. Sie kam auf mich zu und fragte mich, wo sie den Marktleiter finden könne. Also rief ich ihn.

Ich hatte nicht viel zu tun und so hörte ich, was die Frau zu unserem Chef sagte. Sie erzählte, dass ihr Mann gewalttätig sei. Mit Hilfe einiger Freunde habe sie in einen Nachbarort fliehen können. Dort habe sie jetzt eine kleine Wohnung für sich uns ihre Kinder. Sie sagte, dass sie kein Geld und nichts zu essen habe und sie bat meinen Chef um Hilfe.

Der Marktleiter sagte ihr, dass sie sich einen Einkaufswagen nehmen und ihn mit allem füllen sollte, das sie oder ihre Kinder brauchten. Sie verschwand und kam eine halbe Stunde später mit einem vollen Einkaufswagen an meine Kasse. Ich rief meinen Chef und er sagte mir, ich solle alles ganz normal einscannen. Dann zog er sein Portemonnaie aus der Hose und bezahlte den gesamten Einkauf. Anschließend bat er mich in sein Büro und sagte der Frau, sie solle noch einen Moment warten.

Ich sollte der Frau helfen, ihre Einkaufe im Auto zu verstauen. Mein Chef schrieb noch etwas auf einen Zettel, den ich ihr überreichen sollte. Ich tat, worum er mich gebeten hatte.

Als die Frau las, was mein Chef geschrieben hatte, brach sie in Tränen aus. Wortlos reichte sie mir das Papier. Darauf stand, dass es meinem Chef sehr leid tue, was ihr widerfahren war und dass er ihr einen Job anbieten könne, falls sie einen brauche. Sie sollte einfach in ein paar Tagen wiederkommen, dann würde er ihr helfen.

Natürlich war sie wenige Tage später wieder da und sie arbeitet bis heute bei uns im Markt. Das ist einer von vielen Gründen, warum ich meinen Arbeitsplatz liebe und ich denke, ich habe den besten Chef, den man sich wünschen kann.

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