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12/02/2016 08:44 CET | Aktualisiert 12/02/2016 08:44 CET

Fahrdienstleiter wollte Todeszüge noch per Notruf aufhalten

Rescue workers carry a victim from the site of a train accident near Bad Aibling, southern Germany, on February 9, 2016.Two Meridian commuter trains operated by Transdev collided head-on near Bad Aibling, around 60 kilometres (40 miles) southeast of Munich, killing at least eight people and injuring around 100, police said. The cause of the accident was not immediately clear. / AFP / dpa / Uwe LEIN / Germany OUT        (Photo credit should read UWE LEIN/AFP/Getty Images)
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Rescue workers carry a victim from the site of a train accident near Bad Aibling, southern Germany, on February 9, 2016.Two Meridian commuter trains operated by Transdev collided head-on near Bad Aibling, around 60 kilometres (40 miles) southeast of Munich, killing at least eight people and injuring around 100, police said. The cause of the accident was not immediately clear. / AFP / dpa / Uwe LEIN / Germany OUT (Photo credit should read UWE LEIN/AFP/Getty Images)

Der Bahn-Mitarbeiter wusste offenbar, was er getan hatte: Der Fahrdienstleiter im Stellwerk versuchte noch, per Sprechfunk die in Bad Aibling aufeinander zu rasenden Züge zu stoppen, wie der "Spiegel" berichtet - nachdem er zuvor das automatische Bremssystem Punktförmige Zugbeeinflussung außer Kraft gesetzt hatte. Doch es war zu spät. Beim Zusammenstoß am Dienstag starben elf Menschen.

Kurz vor dem Zusammenstoß setzte er die erste Warnung ab, eine zweite kam, als die Züge bereits ineinander verkeilt auf und neben den Gleisen lagen. Einem Sprecher des Eisenbahn-Bundesamtes zufolge wird der Funkverkehr nun ausgewertet.

Am Dienstagmorgen waren auf der eingleisigen Strecke in Oberbayern zwei Regionalzüge frontal ineinandergerast. Zwei Tage nach dem Unglück stieg die Zahl der Toten auf elf, ein 47 Jahre alter Mann aus dem Landkreis München starb in einem Krankenhaus. Zudem gab es 20 Schwerverletzte und 62 Leichtverletzte.

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