POLITIK
11/02/2016 21:18 CET | Aktualisiert 12/02/2016 00:52 CET

Durchbruch bei den Syrien-Verhandlungen: USA und Russland einigen sich auf Feuerpause

Der Außenminister der USA, John Kerry (l), und der UN-Syrien-Sondergesandte Staffan de Mistura
DPA
Der Außenminister der USA, John Kerry (l), und der UN-Syrien-Sondergesandte Staffan de Mistura

Ein Durchbruch bei den Syrien-Verhandlungen in München. Russland, die USA und wichtige Regionalmächte haben sich eine Feuerpause in dem Bürgerkriegsland innerhalb einer Woche zum Ziel gesetzt.

Es waren schwierige, stundenlange Verhandlungen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte am frühen Freitagmorgen: "Es hat eine Verabredung heute gegeben, dass wir sofort starten mit einer – wie wir gesagt haben - signifikanten Reduzierung der Gewalt. Und das soll einmünden in einer Woche in einem Ende der Kampfhandlungen." Ausgenommen seien aber die Angriffe auf die Terrormiliz islamischer Staat.

Der Außenminister betonte: "Ob das ein Durchbruch war, das werden wir erst in einigen Tagen feststellen können." Auch US-Außenminister John Kerry erklärte: "Die eigentliche Bewährungsprobe wird sein, ob sich alle Mitglieder der Gruppe in der Realität an die Verpflichtungen halten." Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte zur angestrebten Feuerpause: "Das ist eine komplizierte Aufgabe. Es gibt zu viele Kräfte, die an militärischen Aktivitäten beteiligt sind."

Auch humanitäre Hilfe soll geschickt werden. Die sogenannte Syrien-Unterstützergruppe, zu der auch die wichtigen Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien gehören, verständigte sich in München aber darauf, dass es Hilfslieferungen für belagerte Orte geben müsse. Kerry sagte: "Alle waren sich über die Dringlichkeit humanitärer Hilfe einig."

Mit Material der DPA

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