POLITIK
10/02/2016 01:52 CET | Aktualisiert 10/02/2016 09:28 CET

Experte warnt: Westen verliert militärische Vormachtstellung

Die technische Überlegenheit des Westen im Militärischen geht zurück. Wie der Chef des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS), John Chipman, am Dienstag in London bei der Vorlage des Jahresberichts erklärte, führe die Verbreitung von fortgeschrittenen militärischen Fähigkeiten und von neuen und innovativen Technologien zu einer zunehmen komplexeren Balance militärischer Macht.

Langsam verliere der Westen den seit langem gehaltenen militärischen Vorsprung. Komplexe militärische Technologie wie etwa Marschflugkörper und unbemannte Drohnen seien in den vergangenen Jahren mehr Ländern zugänglich geworden als bisher.

Ein weiterer Grund: Komplizierte Rüstungstechnologie werde zudem zunehmend im Privatsektor entwickelt und nicht länger in staatlich finanziert Forschungseinheiten. Somit sei es für Regierungen auch schwieriger geworden, die Verbreitung dieser Technologien im Auge zu behalten.

China und Russland seien bei Entwicklung und Einsatz fortschrittlicher militärischer Fähigkeiten zunehmen aktiv. Beide Länder seien dabei, ihre militärischen Arsenale zu modernisieren, hieß es weiter. In der Golfregion könnten sich nach der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran auch Veränderungen im militärischen Gleichgewicht ankündigen, sollte sich Teheran zu einer Modernisierung seiner Waffensysteme entscheiden.

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