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10/02/2016 07:54 CET | Aktualisiert 10/02/2017 06:12 CET

Fasten kann jeder: Neun Ideen zum Verzicht

Auto-Fasten bedeutet auch, die Stadt neu zu entdecken
Daniel Grill via Getty Images
Auto-Fasten bedeutet auch, die Stadt neu zu entdecken

Die tollen Tage sind vorbei. Statt wilder Verkleidungen und feuchtfröhlicher Stimmung ist jetzt Verzicht angesagt. Der Aschermittwoch ist der Startschuss für die Fasten-Zeit.

Viele streichen deswegen Alkohol und Süßigkeiten aus ihrem Leben. Doch wenn wir ehrlich sind, belasten uns nicht Schokolade und Co., sondern ganz andere Dinge. Würdet ihr zum Beispiel 40 Tage ohne Smartphone auskommen? Gut, soweit wollen wir nicht gehen. Diese neun Verzicht-Ideen sind umsetzbar, wirken garantiert befreiend und verbessern vielleicht sogar euer Leben verbessern.

Kein Auto

Zugegeben, dieser Vorschlag ist in einer Großstadt viel leichter umsetzbar als auf dem Land. Aber einen Versuch ist es allemal wert. Lasst das Auto stehen und geht zu Fuß zum Einkaufen oder in die Arbeit. Bei trockener Witterung könnt ihr ja auch schon jetzt wieder das Fahrrad hervorholen. Vielleicht entdeckt ihr dadurch ganz neue Ecken in eurer Umgebung. Ganz nebenbei bringt ihr euch so auch noch in Frühlings-Form. Und bei weiten Strecken lassen sich in vielen Fällen immer noch Fahrgemeinschaften schließen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Shopping-Pause

Sehe hier auf MyVideo, was es mit dem Intervall-Fasten auf sich hat

Es ist geradezu verlockend: In den Geschäften hängt gerade jetzt die neue Frühjahrs-Kollektion und lädt zum ausgiebigen Shopping ein. Verzicht fällt da besonders schwer. Es tut aber trotzdem gut, nicht jedem Einkaufs-Verlangen sofort nachzugeben. Notiert euch stattdessen die Teile, die euch besonders gut gefallen und wägt nach der Fastenzeit ab, ob ihr sie wirklich benötigt. Der eine oder andere Fehlkauf bleibt so bestimmt erspart!

Kein Facebook

Hand aufs Herz - wie oft am Tag checkt ihr eure Pinnwand bei Facebook? Wenn die Antwort größer als eins ist, wird es höchste Zeit für einen kurzfristigen Facebook-Rückzug. Denn niemand muss minutengenau darüber informiert sein, was seine Freunde gerade tun. Facebook zählt zu den größten Zeitfressern und lenkt meistens nur unnötig ab.

Deaktiviert doch eurer Konto für die kommenden Wochen und steigt stattdessen auf persönliche Kommunikation um. Die wirklich wichtigen Dinge werdet ihr so trotzdem erfahren, vielleicht sogar schneller als sonst.

Online-Fasten: Auf das Smartphone zu verzichten, ist unbeliebt

Kein Fernsehen

Was macht ihr gewöhnlich nach der Arbeit? Einkaufen, Abendessen, Fernsehen? So sieht der Feierabend zumindest für die meisten aus. Um mal wieder ein bisschen Abwechslung in den Alltagstrott zu bekommen und sich nicht tagtäglich vollflimmern zu lassen, solltet ihr euch im TV-Fasten ausprobieren. Es klingt simpel, aber lest lieber mal wieder ein gutes Buch. Oder veranstaltet einen Spieleabend mit der Familie. Kocht ausgiebig oder backt Kekse. Die Möglichkeiten sind endlos.

Kein Meckern und Motzen

Die Deutschen sind dafür bekannt, sich über alles und jeden aufzuregen. Eine schmeichelnde Eigenschaft ist das aber nun wirklich nicht. Schluckt euren Ärger in Zukunft lieber herunter und geht mit einem Lächeln durchs Leben. Das wird nicht nur deine Lebenseinstellung ändern, sondern auch die deinen Mitmenschen. Gute Laune steckt eben an!

Kein Zucker

35 Kilogramm. Kaum vorstellbar, aber so viel Zucker verbraucht im Schnitt jeder Deutsche pro Jahr. Das klingt nicht nur viel, sondern ist es auch. Zu viel um ehrlich zu sein. Versucht deswegen euren Zucker-Konsum in den nächsten Tagen so gut es geht herunterzufahren. Achtet vor allem auf versteckte Süß-Fallen wie Fruchtjoghurt oder Softgetränke. Gute Tipps, findet man dazu im Buch "Goodbye Zucker" von Sarah Wilson.

Kein Kaffee

Für viele geht jeder gute Morgen mit einer Tasse Kaffee los. Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden. Trotzdem tut es dem Körper einmal gut auf das Aufputschmittel zu verzichten. Das mag am Anfang vielleicht schwer fallen, doch wird mit der Zeit immer leichter. Für absolute Müdigkeitsanfälle könnt ihr immer noch auf Grün- oder Schwarztee ausweichen oder einfach probieren, ob frische Luft eueren Kopf wieder munter macht.

Keine Tierprodukte

Der Verzicht auf Fleisch ist ein Fasten-Klassiker. Geht dieses Jahr doch noch einen Schritt weiter und streicht alle tierischen Produkte vom Speiseplan. Da der vegane Lebensstil jetzt sowieso voll im Trend liegt, wird es euch nicht schwer fallen Ersatzprodukte zu finden. Anstatt Kuhmilch schmeckt auch Soja- oder Mandelmilch lecker. Hackfleisch könnt ihr mit Seitan aus dem Bio-Laden ersetzen.

Kein Fertigessen

Wem der Veganismus dann doch zu viel ist, kann seinem Körper trotzdem etwas Gutes tun. Verbannt für die Zeit bis OStern alle Fertigprodukte aus ihrem Kühlschrank. Tiefkühl-Pizzen, Ravioli oder Asia-Nudeln sind meistens sowieso nur ungesund und sorgen für unerwünschte Pfunde. Außerdem sind die Zutaten oft alles andere als klar aufgeschlüsselt. Selber kochen ist gut für die Figur und schmeckt obendrein noch besser.

Was Superfoods für die Gesundheit tun können:

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