POLITIK
10/02/2016 23:22 CET | Aktualisiert 11/02/2016 01:07 CET

Von Storch: Schusswaffen-Zitat war jetzt doch kein "Mausrutscher"

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Beatrix von Storch auf einer AfD-Kundgebung

Das hat gedauert. Die stellvertretende AfD-Chefin Beatrix von Storch hat ihre umstrittenen Äußerungen zum Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an der Grenze als Fehler bezeichnet.

Jetzt soll doch nicht geschossen werden. "Niemand will auf Menschen schießen, nicht auf Frauen, nicht auf Kinder und auch nicht auf Männer", sagte sie beim Politischen Aschermittwoch der AfD in Baden-Württemberg in Blaubeuren bei Ulm.

Vor kurzem klang das noch anders. Auf Facebook hatte von Storch die Frage, ob sie vorhabe, Polizisten mit Waffengewalt gegen Frauen und Kinder vorzugehen mit eine klaren "Ja" beantwortet. Später sagte sie in einem Interview, sie sei mit der Computer-Maus "abgerutscht".

Jetzt gestand sie einen Fehler ein. "Auch ich will das nicht. Ich habe mich kürzlich so ausgedrückt, dass es darüber Zweifel gegeben hat. Es tut mir leid, das war ein Fehler", sagte von Storch. Sie trete für eine Kultur des Lebens ein.

Petry und von Storch hatten einen Skandal ausgelöst. Die Vorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland, Frauke Petry, hatte dem "Mannheimer Morgen" gesagt, Polizisten müssten illegalen Grenzübertritt verhindern, und dabei "notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz".

Von Storch legte später auf Facebook nach. "Gegen Kinder ist der Schusswaffeneinsatz richtigerweise nicht zulässig. Frauen sind anders als Kinder verständig", sagt sie auf Nachfrage.

Jetzt nahm sie diese Aussage zurück. Wie es heißt es so schön? Besser spät als nie.

Mit Material der DPA

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