LIFESTYLE
09/02/2016 06:36 CET | Aktualisiert 19/01/2018 18:22 CET

Sie hatte nur noch zwei Wochen zu leben. Dann bekämpfte sie den Krebs DAMIT

Facebook
Natasha Grindley

Bei der jungen Mutter Natasha Grindley wurde im Juni 2014 Magenkrebs im Endstadium diagnostiziert. Die Ärzte sagten ihr, dass sie den Juli wahrscheinlich nicht mehr erleben werde.

Für die Frau aus dem englischen Childwall brach eine Welt zusammen. Sie hatte zwei kleine Kinder zu Hause, die sie nicht mehr aufwachsen sehen würde.

Trotz geringer Erfolgsaussichten nahm sie den Kampf gegen den Krebs auf.

Sofort begann sie mit einer Chemotherapie in der „Clatterbridge Private Clinic“. Die Ärzte hatten nicht viel Hoffnung, dass die Mutter überleben würde. Natasha erzählte der lokalen Tageszeitung „The Liverpool Echo“: „Sie zweifelten daran, dass ich ein gutes Leben haben würde... Voller Verzweiflung haben mein Ehemann und ich das Internet Tag und Nacht nach Alternativen durchsucht.“

Und sie wurden fündig.

Nastasha entdeckte, dass Krebs mit Ernährung zusammenhängen könnte und dass eine ausgewogene Ernährung bei einer Chemotherapie hilfreich ist.

Auch die deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt: „Krebspatienten sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten, die sowohl Obst und Gemüse als auch Milchprodukte, Eier, mageres Fleisch und Fisch enthält.“ Bei Krebs braucht der Körper mehr Energie und mehr Nährstoffe, um den Wiederaufbau beschädigter Zellen zu unterstützen und die Abwehrkräfte zu stärken.

Da die junge Mutter sich vorher oft von Fastfood ernährt und viel Alkohol getrunken hatte, begann sie umzudenken.

Sie beschäftigte sich damit, welche Ernährungsweise bei Krebs hilfreich sein könnte.

Mithilfe eines Ernährungsspezialisten warf sie ihren Speiseplan komplett um und begann, sich von viel Obst, Gemüse und gesunden Säften zu ernähren.

„Ich habe mit dem Essen mein Immunsystem gestärkt und das hat mir geholfen, weil es mein Blut für die Chemo vorbereitet hat“, erklärte die junge Frau.

Darüber hinaus verzichtete Natasha ganz auf zucker- und fetthaltige Lebensmittel. „Ich bin davon besessen, aber du wirst das automatisch, wenn es um Leben und Tod geht“, erzählte sie dem Liverpool Echo.

Nach nur wenigen Wochen war Natasha gegen jede Prognose noch am Leben – und ihr Tumor war geschrumpft, wie sie berichtete. Natasha sah darin einen Beweis des Erfolges ihres Ernährungskonzeptes, während die Ärzte der Klinik, in der sie therapiert wird, diesen Enthusiasmus nicht teilen.

Allerdings lobten sie ihren positiven Ehrgeiz im Kampf gegen ihren Krebs und setzten die Behandlung fort.

Natasha war nun vollkommen fokussiert auf den Kampf gegen den Krebs.

Sie machte Fortbildungskurse in Ernährungswissenschaften. Und sie richtete eine Facebook-Seite ein, die sie „Heal for real“ taufte. Dort berichtet sie von ihrem Fortschritt und ihren Rezepten.

Beispielsweise postete sie das Rezept für diesen Saft:

Saft mit Orangen, Karotten, Ingwer, Zitrone, Kurkuma

When your juice is brighter than the midday sun ☀️ you know your doing something right!This is our daily juice. Packed...

Posted by Heal For Real ️ on Dienstag, 2. Februar 2016

Natasha unterzieht sich darüber hinaus immer noch alle drei Wochen einer Chemotherapie.

Aber sie blickt positiv in die Zukunft: „Ich habe ein positives Gefühl, was meine Prognose angeht“, berichtete sie dem „Liverpool Echo“.

Zwar sollten Krebspatienten auf eine gesunde Ernährung und eine gute Nährstoffversorgung achten, es gibt jedoch keine medizinisch empfohlene Krebsdiät.

Ärzte raten darüber hinaus von Hungerkuren ab, die den Krebs aushungern sollen. Was das Thema Ernährung und Krebs noch komplizierter macht, ist die Tatsache, dass sich je nach Tumor eine andere Therapie anbietet.

Wer also seine Krebstherapie mit einer bestimmten Ernährungsweise verbinden möchte, sollte das unbedingt vorher mit dem Arzt absprechen. So hat Natasha ihre Chemotherapie mit einer gesunden Ernährung unterstützt, von der auch ihre Ärzte wussten.

Auch auf HuffPost:

Lange unerkannt oder aggressiv: So schnell tötet Krebs

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.