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08/02/2016 09:03 CET | Aktualisiert 08/02/2016 09:22 CET

Online-Fasten: Auf das Smartphone zu verzichten, ist unbeliebt

Ezra Bailey via Getty Images
Worauf können die Deutsche am ehesten verzichten? Das Handy ist es nicht.

Fasching ist bald vorbei, die Fastenzeit beginnt. Eine Zeit des Verzichts. Die nächsten Wochen auf Bier, Wein oder Schokolade verzichten? Jeder zweite Deutsche hält das für sinnvoll. Dagegen findet das sogenannte Online-Fasten, also das Abschalten von Smartphone und Computer in der Freizeit, nur bei jedem fünften Fastenwilligen Anklang. So das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Studie für die DAK-Gesundheit.

Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gab dabei an, sie hätten schon mal längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen Verzicht geübt. Aber was könnten diese Menschen, die ja schon einmal grundsätzlich bereit sind zu fasten, denn entbehren?

  • 67 Prozent am ehesten Alkohol
  • 66 Prozent Süßigkeiten
  • 38 Prozent Fleisch
  • 33 Prozent Fernseher
  • 32 Prozent Rauchen

Ein Verzicht auf Computer und Internet ist nur für 21 Prozent vorstellbar. Das Auto würden lediglich 15 Prozent stehen lassen, wie aus den am Montag in Hamburg veröffentlichten Umfrageergebnissen hervorgeht.

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Handy-Fasten immer unattraktiver

Sich aus der Online-Vernetzung zu lösen, scheint immer mehr Menschen schwerzufallen. Die DAK lässt in ihrer jährlichen Umfrage seit 2014 danach fragen. Damals gaben noch 31 Prozent an, am ehesten auf private Computer- und Internetnutzung verzichten zu können. Vor einem Jahr bekundeten 27 Prozent diese Bereitschaft.

Auch das Alter spielt bei dieser Frage eine Rolle. Nur zwölf Prozent der unter 30-jährigen Fastenwilligen wären bereit, Handy, Computer oder Spielkonsole über mehrere Wochen offline zu schalten. Bei den Älteren zwischen 45 bis 59 steigt dieser Anteil auf 25 Prozent.

Als Motiv für die Bereitschaft zum Computer- und Internetverzicht gaben die Befragten vor allem an, sie wollten weniger Stress und sich mehr mit Freunden oder Verwandten treffen. "Wir beobachten hier einen wahren Generationenunterschied", sagte der DAK-Suchtexperte Ralf Kremer. "Die Generation 45 plus hat anscheinend ein starkes Bedürfnis, auch mal abzuschalten."

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