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07/02/2016 06:26 CET | Aktualisiert 07/02/2016 06:44 CET

Dieses geniale Konzept soll Büros von Müll befreien - und es ist völlig kostenlos

Plastic bag and other garbage floating underwater at Pulau Bunaken
Paul Kennedy via Getty Images
Plastic bag and other garbage floating underwater at Pulau Bunaken

Die Erde vermüllt. Tonnen von Abfällen bedecken die Erde und fließen durchs Meer - und jeden Tag wird es mehr. Weltweit versuchen Menschen deswegen, weniger Müll zu produzieren.

Erfreuliche Nachrichten kamen zuletzt aus Frankreich, wo seit Kurzem ein Gesetz Supermärkten verbietet, Lebensmittel wegzuwerfen. In Japan könnte es einer Stadt bald gelingen, überhaupt keinen Müll mehr zu produzieren. Und in den USA arbeitet eine Organisation namens TerraCycle hart daran, Unternehmen müllfrei zu machen.

Das scheint auf den ersten Blick unmöglich: Gerade in Büros und Fabriken fallen Tonnen von Müll an. Doch TerraCycle hat eine Idee, die das ändern könnte. Das Unternehmen sammelt Abfall, der bislang immer in der Tonne landete: Stifte, Büromaterial, Zigarettenstummel und Latexhandschuhe etwa.

Sogenannte Sammelteams, wie etwa ganze Unternehmen oder Nachbarschaften, die sich zusammenschließen, können ihren recyclebaren Müll in Karton-Boxen zu TerraCycle schicken. Dort wird er nachhaltig wiederverwertet. Der Abfall würde ansonsten in der Müllverbrennung landen, wo er unter Ausstoß von Unmengen an Kohlenstoffdioxid vernichtet wird. Der Versand ist kostenlos, wenn man sich auf der Website registriert.

terracycle

Hat man das Paket abgeschickt, sammelt man Treupunkte, die dann für wohltätige Zwecke genutzt werden können. Darunter kann man nicht nur für gemeinnützige Organisationen spenden oder mittellosen Kindern Lernmaterialien sponsern, sondern auch Bäume pflanzen.

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Selbst aus der Asche von Zigaretten können verschiedene Produkte neu hergestellt werden.

Aus dem Uniprojekt ist mittlerweile ein weltweit vertretener Recycling-Konzern geworden. Gründer des Recyclingunternehmens ist Tom Szaky, der 2001 während seiner Studienzeit in Princeton auf die Idee kam, Düngemittel aus Würmerkot herzustellen und dieses in alten Plastikflaschen abzufüllen.

Das Unternehmen nutzt zwei Methoden, um den Abfall wieder zu verwerten. Recycelt werden die Abfälle indem man aus dem Material einen Sekundärrohstoff herstellt. Die zweite Alternative, das sogenannte Upcyceln, nutzt nicht nur das Material, sondern behält auch die ursprüngliche Form bei.

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