POLITIK
06/02/2016 11:59 CET

Linksextremisten demolieren 28 Luxusautos in Berlin

dpa
Am Park am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg sind in der Nacht zum Samstag mehrere Autos in Brand gesetzt worden.

Eine große Gruppe maskierter Randalierer hat in Berlin-Kreuzberg 28 Autos demoliert und teils in Brand gesetzt. Anwohner berichteten von 20 bis 40 Angreifern auf Fahrrädern, wie die Polizei mitteilte.

Die Täter zündeten in der Nacht zum Samstag zwei Warnbaken und vier Autos an. Weitere 24 Wagen beschädigten sie, indem sie etwa die Scheiben einschlugen. Auch Fenster von Geschäften und Wohnhäusern wurden demoliert. Die Autos seien höherwertige Modelle gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. In der Straße waren vor kurzem Neubauwohnungen entstanden.

Immer wieder Aktionen mutmaßlicher Linksautonomer

Als die Polizei eintraf, waren die Randalierer schon in einem Park verschwunden. Die Feuerwehr löschte die Brände. Die Höhe des entstandenen Schadens war zunächst unbekannt. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt.

In einem Bekennerschreiben auf einer von Linken und Autonomen genutzten Webseite war von einem "sozialdemokratischen Volksfahrräderkommando" die Rede, das die fragliche Straße besucht und "dort Luxuskarren entglast und warm verschrottet" habe.

In Berlin gibt es immer wieder Aktionen mutmaßlicher Linksautonomer gegen vermeintliche "Luxussanierungen" von Wohngebieten. Am Samstag wollten linke und linksradikale Gruppen in dem an Kreuzberg grenzenden Stadtteil Friedrichshain gegen Personenkontrollen und Hausdurchsuchungen der Polizei auf die Straße gehen. Zu einem möglichen Zusammenhang mit der Randale in Kreuzberg wollte sich die Polizei nicht äußern.

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