POLITIK
05/02/2016 04:39 CET | Aktualisiert 05/02/2016 04:40 CET

Mit Informationen nach Syrien gelockt und gekidnappt: Deutsche Journalistin bringt Sohn zur Welt

Screenshot ARD
Die deutsche Journalistin Janina Findeisen

Die seit Oktober 2015 in Syrien vermisste deutsche Journalistin Janina Findeisen ist offenbar Opfer einer gezielten Entführung geworden. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA).

Maßgeblich beteiligt an dem Kidnapping ist angeblich eine Frau, die eine Gefährtin des gefährlichen islamistischen Bruderpaars Yassin und Mounir Chouka aus Bad Godesberg war.

Nach Auswertung der umfangreichen E-Mail-Korrespondenz zwischen Findeisen und der verdächtigen Frau steht für das BKA fest, dass die freiberufliche Reporterin mit Versprechungen auf exklusive Informationen über islamistische Kämpfer nach Syrien gelockt worden ist. Für die Reise sei der Journalistin eigens ein Schleuser an die Seite gestellt worden, so "Focus".

Die bei der Abreise nach Syrien schwangere Janina Findeisen hat im Dezember in Geiselhaft einen Sohn zur Welt gebracht, erfuhr "Focus" aus Kreisen der Nachrichtendienste.

Die 27-jährige Reporterin und ihr Kind werden angeblich von einer kriminellen Gruppierung innerhalb der islamistischen Al-Nusra-Front festgehalten. Die Kidnapper sollen zuletzt ein Lösegeld in Höhe von fünf Millionen Euro verlangt haben.

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