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05/02/2016 10:06 CET | Aktualisiert 05/02/2016 14:57 CET

An den Postboten, der ein Kärtchen einwirft, obwohl ich zu Hause bin

„An den Postboten“, formuliert Berkant Celik auf einem handgeschriebenen Zettel an der Haustür, „ich bin zu Hause“! Der Wuppertaler will auf ein Problem hinweisen, dass ihm immer öfter auffällt: Obwohl er daheim ist, findet er abends gelbe Zettel im Briefkasten. Er sei nicht da gewesen, das Paket liege beim Nachbarn oder im nächsten Paketshop.

Davon hatte Celik genug: „Komm ja nicht auf die Idee eine Karte zu werfen ‚Empfänger nicht da’“ schreibt er an den Paketboten. Die leichte Drohung schwächt er aber gleich wieder ab und zeigt, dass er auch Humor hat: „Es gibt auch Trinkgeld“.

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Von dem großen Plakat an seiner Haustür, das der Postbote sicher kaum übersehen kann, hat er ein Foto aufgenommen und es in einer öffentlichen Gruppe auf Facebook veröffentlicht. Dort fand der Beitrag mehr Zuspruch, als Berkant Celik sich das gedacht hätte: hundertfach wurde geliked und geteilt. Offensichtlich ist der Wuppertaler nicht der einzige, der ein Problem mit faulen Paketboten hat.

„Ich wohn ganz oben und hab es oft erlebt, dass ich mein Paket beim Nachbarn finde, obwohl ich zu Hause war“ schreibt eine Nutzerin. Eine andere Nutzerin beschwert sich, dass das Paket nicht einmal beim Wunschnachbar abgegeben wurde, während sie zu Hause war, sondern „einfach so abgestellt“ wurde. „Ich führe echt einen Kampf mit DHL“. Eine dritte antwortet: „Unserer (Paketbote) klingelt ständig bei mir, nur weil ich Parterre wohne. (...) Ich glaub, ich sollt mal Geld verlangen, weil ausliefern tu ich ja!“

Eine Userin zeigt, dass es aber immer schlimmer kommen kann. Sie schreibt als Reaktion: „Jetzt freue ich mich noch mehr, wenn ich einfach einen Abholzettel unten im Briefkasten habe“. Der Grund: Sie teilt ein Foto, das an DHL gesendet wurde – von einer Sendung, die ganze 4,5 Jahre zu spät ankam.

Mann erhält sein Paket mit viereinhalb Jahren Verspätung

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Über die Wellen seines handgeschriebenen Zettels wundert sich keiner so sehr wie Berkant Celik selbst. Plötzlich taucht sein Bild überall auf, Kamerateams stehen vor der Tür. Doch ihn freuts:

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