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05/02/2016 06:19 CET | Aktualisiert 05/02/2016 07:41 CET

11 verletzte Polizisten und 224 Anzeigen: Das ist die Bilanz nach der Karnevalsnacht

Die Karnevalsnacht in Nordrhein-Westfalen ist aus Sicht der Einsatzkräfte trotz des üblichen Chaos vergleichsweise ruhig verlaufen. Vor allem in der Karnevalshochburg Köln musste die Polizei in den Abendstunden aber immer wieder eingreifen, wie eine Sprecherin mitteilte.

Dort wurden insgesamt 224 Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung aber auch sexueller Übergriffe aufgenommen. Elf Polizisten wurden bei Auseinandersetzungen leicht verletzt. Mit dem erhöhten Alkoholkonsum sei in den Abendstunden auch das Aggressionspotenzial gestiegen. Rund 180 Menschen landeten im Polizeigewahrsam.

Wie die "Bild" berichtet, wurde in Köln zudem eine Vergewaltigung angezeigt. Demnach soll eine 22-Jährige um 3 Uhr früh niedergeschlagen und missbraucht worden sein. Dem Bericht zufolge nahm die Polizei nach der Tat einen verdächtigen 17-Jährigen in einer Flüchtlingsunterkunft fest. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der Afghane für die Tat verantwortlich ist.

Schlagzeilen machte außerdem der Falle einer belgischen TV-Moderatorin. Sie war in Köln vor laufender Kamera begrapscht worden.

Die Düsseldorfer Polizei machte am Morgen zunächst keine Angaben zu ihrer Einsatzbilanz. In Bonn und Duisburg blieb es nach Polizeiangaben dabei überwiegend friedlich. "Außer ein paar Auseinandersetzungen und Ruhestörungen gab es bei uns nichts Gravierendes", sagte ein Duisburger Polizeisprecher am Freitagmorgen. Ähnlich äußerte sich die Polizei in Mönchengladbach.

In der Gemeinde Stukenbrock im Kreis Gütersloh wurde eine 24-jährige Frau nach ersten Erkenntnissen während des Straßenkarnevals vergewaltigt. Sie hatte sich am Donnerstagabend bei der Polizei gemeldet. Wenig später nahmen die Beamten einen 29-jährigen Verdächtigen fest.

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln war die Angst groß gewesen, dass es im Karneval wieder zu einer Häufung von sexuellen Belästigungen und Übergriffe kommen könnte. Nachdem viele Verdächtige an Silvester Migrationshintergrund haben, hatten die Behörden versucht, die Flüchtlinge in den Asylbewerberheimen über die deutschen Faschingstraditionen aufzuklären. Darüber, dass ein kleines Küsschen unter Verkleideten nicht als Einladung zu mehr verstanden werden dürfe.

Die Polizei hatte die Partywütigen außerdem gebeten, keine Kostüme mit Waffen zu tragen. Außerdem hatte sich etwa Kölns Polizei besonders gründlich vorbereitet.

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