POLITIK
05/02/2016 08:08 CET | Aktualisiert 05/02/2016 08:49 CET

UN-Gremium: "Exil" von Julian Assange ist Freiheitsberaubung

dpa
Julian Assange will Freiheit

Die Vereinten Nationen stuften das dreijährige Exil von WikiLeaks-Gründer Julian Assange (44) in Großbritannien als "willkürliche Haft" und sogar Freiheitsberaubung ein. Nun fordert Assange die Unterlassung jeglicher Drohung der Auslieferung an Schweden und die Vereinigten Staaten.

Assange hat seit 2012 die ecuadorianische Botschaft in London nicht mehr verlassen. Der Grund: Aktuell würde er auf direktem Wege nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen ausgeliefert.

Schweden will sich nicht von der Entscheidung des UN-Gremiums beeinflussen lassen

Wie die englische Zeitung "The Guardian" berichtet, will Schweden den Vorwurf der Vergewaltigung nicht fallen lassen.

Damit habe die Entscheidung der UN keinen Einfluss auf das schwedische Gesetz. Außerdem merkt das britische Außenministerium an, dass Assange nicht willkürlich inhaftiert wurde, sondern er sich freiwillig dem gesetzlichen Arrest entzogen habe, indem er Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft gesucht habe.

Assanges Forderungen

Assange twitterte am frühen Donnerstag, dass er seinen Pass zurück verlange und jegliche Anklage fallen gelassen werden solle.

Daraufhin würde die ecuadorianische Botschaft eine Kompensationszahlung für den Schutz von Assange verlangen.

Eine weitere Anklage der Vereinigten Staaten

Aber selbst, wenn Schweden die Vorwürfe fallen ließe, existiert ein weiterer Auslieferungsvertrag an die Vereinigten Staaten, wegen seiner Whistleblower Tätigkeiten. Auch dieser müsse außer Kraft gesetzt werden, damit Assange sich völlig in Sicherheit wissen kann.

Bisher sieht sich Großbritannien deshalb noch immer dazu verpflichtet, Assange festzunehmen und an Schweden auszuliefern.

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