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05/02/2016 11:37 CET | Aktualisiert 05/02/2016 11:38 CET

"Der Fall Barschel" als TV-Thriller und Doku am Samstag in der ARD

Die Schauspieler Alexander Fehling (von links), Fabian Hinrichs, Antje Traue und Matthias Matschke bei der Premiere des TV-Films "Der Fall Barschel"
Jörg Carstensen/dpa
Die Schauspieler Alexander Fehling (von links), Fabian Hinrichs, Antje Traue und Matthias Matschke bei der Premiere des TV-Films "Der Fall Barschel"

Dem politischen Sturz und mysteriösen Tod des CDU-Politikers Uwe Barschel widmet die ARD einen Themenabend am 6. Februar: Der damalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident stand im Zentrum eines beispiellosen Skandals, der 1987 die Bundesrepublik erschütterte.

Kurz vor der Landtagswahl wurde publik, dass ein Referent aus seiner Staatskanzlei den SPD-Oppositionsführer Björn Engholm bespitzeln ließ und mit üblen Tricks unter Druck gesetzt hatte. Barschel musste zurücktreten.

Wenige Wochen später fand ein Journalist den Politiker tot in einem Zimmer des Hotels "Beau Rivage" in Genf. Das Foto mit dem bekleidet in der Badewanne liegenden Barschel ging um die Welt. Ob der 43-Jährige ermordet wurde oder aus eigenem Willen starb, ist bis heute ungeklärt.

"Der Fall Barschel" als TV-Thriller und Doku

Die ARD hat aus dem Polit-Krimi um Barschel von 1987 einen Thriller gemacht: "Der Fall Barschel" greift die Spekulationen über illegale Waffendeals im Dreieck zwischen der Kieler Werft HDW, der DDR und dem Apartheids-Regime in Südafrika auf. Und dabei kommt die Frage auf: Wurde Uwe Barschel (gespielt von Matthias Matschke) ermordet, weil er Wissen darüber nicht preisgeben durfte? Zwei Journalisten, dargestellt von Alexander Fehling und Fabian Hinrichs, entzweien sich bei der Suche nach der Antwort darauf.

Gleichzeitig offenbart der Film die Netzwerke, die die Demokratie bedrohen. Die von dem Ganzen infizierten Journalisten geraten immer tiefer in einen Sumpf, der keinen Boden zu haben scheint. "Dieser Fall kontaminiert jeden, der sich damit beschäftigt", sagt Regisseur und Grimme-Preisträger Kilian Riedhof.

Den wahren Ereignissen widmet sich die Dokumentation "Uwe Barschel - Das Rätsel" ab 23.15 Uhr: Hierfür haben Stephan Lamby und Patrik Baab die wichtigsten bis heute vorliegenden Erkenntnisse noch einmal aufgearbeitet. Sie sprachen mit den damaligen Akteuren - darunter auch Barschels Pressereferent Reiner Pfeiffer, "Stern"-Reporter Sebastian Knauer und der Leitende Oberstaatsanwalt Heinrich Wille - über die Affäre. Aber auch die Zeitzeugen in Genf, Paris und Washington kommen in der neuen Doku zu Wort.

Mit dpa-Material

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