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05/02/2016 06:18 CET | Aktualisiert 05/02/2016 06:49 CET

Augenzucken: Stress ist oft der Auslöser - aber was macht man dagegen?

Die Augen zucken - das nervt. Aber was sind die Auslöser? Was kann man dagegen tun?
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Die Augen zucken - das nervt. Aber was sind die Auslöser? Was kann man dagegen tun?

Das Auge zuckt. Ganz plötzlich, immer wieder. Verantwortlich dafür ist meistens der Muskel im Augenlid, der sich zusammenzieht. Für Betroffene kann das richtig nervig sein. Und dann - ebenso plötzlich - ist es wieder weg.

Muss man sich deswegen Sorgen machen? In der Regel nicht, sagen Experten.

An sich können nämlich alle unsere Muskeln zucken. Warum es vor allem die Augen betrifft, ist nicht geklärt. Das sagte Neurologe Gereon Nelles, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte, der Agentur dpa. Jedoch sind bereits verschiedene Auslöser für das Augenzucken bekannt, gegen die man durchaus etwas tun kann:

Stress, Ermüdung und zu wenig Magnesium

Unter Experten gilt Stress oft als Auslöser für das Augenzucken, sagte Nelles. Auch Belastung und Ermüdung des Auges - zum Beispiel durch angestrengtes oder langes Schauen auf den Computer - können diese störende Folge haben.

Hier kann es helfen, etwas zu Ruhe zu kommen. Entspannungsübungen oder auch Ablenkung wie ein Treffen mit Freunden schlägt auch "gesundheit.de" vor. Zudem kann man auch das geschlossene Lid vorsichtig massieren.

Zuckt das Auge, kann dies aber auch ein Hinweis auf Magnesiummangel sein, zum Beispiel bei einer sehr einseitigen Ernährung während einer Diät oder aufgrund eines erhöhten Bedarfs wie während einer Schwangerschaft. Grund: Durch den Magnesiummangel wird die Kommunikation zwischen Nerv und Muskel gestört, weshalb dann auch das Auge zucken kann, heißt es in dem Bericht. Sonnenblumenkerne, Nüsse, Haferflocken und Bohnen können helfen die Reserven wieder zu füllen.

Wann sollte man wegen Zuckungen zum Arzt?

Tritt das Augenzucken über Wochen hinweg ständig oder auch immer wieder auf, sollte man die Ursachen neurologisch abklären. Das sagte Walter Raffauf, Sprecher des Berufsverbands Berliner Nervenärzte, im "Deutschlandfunk".

Aber auch er beruhigt: "In meiner persönlichen Praxis habe ich das vielleicht einmal erlebt, dass ein Tumor hinter so einem Lidzucken steht. In den allermeisten Fällen sind es im Prinzip behandelbare Krankheiten, die nicht bösartig sind, die nur im Alltag extrem lästig sein können und deshalb auch regelmäßig behandelt werden müssen."

Neurologische Störungen als Auslöser

So kann es sein, dass eine Ader im Gehirn ständig an den Augennerv klopft und so das Zucken hervorruft. Es ist ein Spasmus, der dem Mediziner zufolge eine ganze Gesichtshälfte erfassen kann. Auch hier ist Stress ein möglicher Auslöser, ebenso wie Bluthochdruck. Raffauf zufolge kann eine Botox-Behandlung helfen. Diese müsse jedoch regelmäßig wiederholt werden. Unterstützend empfiehlt er Ruheübungen. Von einer Operation hingegen rät er ab.

Auch möglich: Ein Lidkrampf verursacht das länger anhaltende Augenzucken - meistens auf beiden Seiten. Vor allem ältere Frauen und Jugendliche leiden darunter. Das Problem: Die Augen bleiben manchmal Minuten lang geschlossen. Dahinter könne sich eine schwere neurologische Störung verbergen, eine Krankheit im Gehirn, erklärte der Experte. Auch diese würde man mit Botoxinjektionen behandeln.

Aber in vielen Fällen sei es etwas Harmloses, das sich von selbst zurückbilden würde. Treten solche Krämpfe zum Beispiel bei Schülern auf, wenn diese angespannt und nervös sind, kann eine Psychotherapie helfen.

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