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04/02/2016 08:56 CET

Dieser weltberühmte Rapper soll hinter dem Mord an Tupac Shakur stecken

Um den Tod von Rapper Tupac Shakur ranken sich bis heute Mythen und Verschwörungstheorien. Es gibt einige Ungereimtheiten um den Vorfall und Tupacs Leiche, die immer wieder für Spekulationen sorgen.

Fest steht nur, dass Tupac Shakur am 7. September 1996 in Las Vegas von mehreren Schüssen getroffen wurde, nachdem er sich einen Boxkampf zwischen Mike Tyson und Bruce Selden im berühmten MGM Grand Hotel angesehen hatte. Er befand sich in einem schwarzen BMW. Der Rapper starb am 13. September an den Folgen seiner Verletzungen.

Sechs Monate später, am 9. März 1997, wurde auch Biggie Smalls (Christopher Wallace, The Notorious B.I.G.) erschossen. Wer für die Attentate auf die Beiden verantwortlich war, konnte bis jetzt nicht geklärt werden.

tupac shakur

Tupac Shakur 1993

Eine neue Dokumentation beschäftigt sich nun aber erneut mit den Morden und den Hintermännern, die sie in Auftrag gegeben haben sollen. "Murder Rap: Inside the Biggie and Tupac Murders" stützt sich auf die Aussagen des Polizisten Greg Kading vom LAPD (Los Angeles Police Department), der damals die Morde an Tupac und Biggie Smalls untersuchte.

Kading behauptet, dass Rapper P.Diddy (Sean Combs) den Mord an Tupac in Auftrag gegeben haben soll.

Angeblich hat P.Diddy Duane Keith 'Keffe D' Davis, ein Mitglied der Crip Gang, beauftragt, Tupac und Biggie Smalls zu ermorden. Doch bei dem Attentat kam nur Tupac ums Leben, weshalb ein weiterer Anschlag auf Biggie Smalls durchgeführt wurde.

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Biggie Smalls (Christopher Wallace) aka Notorious B.I.G. und seine Crew in einer Szene aus "Notorious B.I.G."

Greg Kading behauptet, dass P.Diddy eine Million Dollar für Tupacs Tod an Keffe D bezahlt hat. Der beauftragte seinen Neffen Orlando "Baby Lane" Anderson, der am 7. September 1996 die Schüsse abgegeben haben soll.

Kading ist es offenbar gelungen, Keffe D zu einer Aussage zu bewegen. Andernfalls hätte er ihn für ein anderes Verbrechen vor Gericht gebracht.

Der Huffington Post sagte Kading: "Wenn es seine Absicht gewesen wäre, einfach nur davonzukommen, wäre es sehr leicht für ihn gewesen, all die Details, die er uns nannte, wegzulassen."

Eines der Details betraf P. Diddy. Keffe D beschuldigte den Rapper, doch die Polizei verzichtete auf Ermittlungen gegen ihn. Kading behauptet, das habe mit der Berühmtheit P. Diddys zu tun und damit, dass die Spuren zu zwei Mördern führten, die zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben waren.

Das LAPD wollte sich auf Anfrage der Huffington Post nicht zu den Vorwürfen äußern. Auch Anfragen an P. Diddy blieben unbeantwortet, obwohl mehrere Nachrichten an sein Management und seinen Pressesprecher hinterlassen wurden.

Als Kadings Buch zu der jetzt verfilmten Dokumentation im Jahr 2010 erschien, konfrontierte ein Journalist P. Diddy während einer Radiosendung mit den Vorwürfen. Dieser antwortete damals: "Das sind Straßen-Angelegenheiten."

Es ist unwahrscheinlich, dass es in dem Fall je zu einer Gerichtsverhandlung kommen wird. Doch sollte es eines Tages so weit kommen, ist Kading vorbereitet: "Ich bin sehr, sehr zuversichtlich. Ich bin von den Beweisen überzeugt."

Die Dokumentation über Tupacs und Biggie Smalls Tod wird noch in diesem Jahr auf Netflix erscheinen. Wer neugierig ist, kann sich vorab den offiziellen Trailer ansehen:


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