POLITIK
04/02/2016 13:00 CET | Aktualisiert 04/02/2016 13:17 CET

Experten warnen: Diese Katastrophen kommen schon bald auf uns zu

Diese 7 Krisen stehen uns bis 2025 bevor
Tom Stoddart via Getty Images
Diese 7 Krisen stehen uns bis 2025 bevor

Der US-amerikanische Informationsdienst Stratfor ist bekannt für seine teilweise erschreckend akkuraten Voraussagen. In der Vergangenheit sagten die Experten etwa den starken Rückgang des wirtschaftspolitischen Einflusses Chinas und eine ökonomische Krise für die EU voraus.

Für den Zeitraum von 2015 bis 2025 sehen die Experten diverse weitere Krisen auf uns zukommen.

Europa wird zerfallen ...

Laut der Stratfor-Analyse wird es Europa in seiner heutigen Form in zehn Jahren nicht mehr geben. Stattdessen halten die Experten "vier Europas" für wahrscheinlich: West-Europa, Ost-Europa, Skandinavien und Großbritannien werden demnach in Zukunft getrennte Wege gehen.

Die Europäische Union wird demnach nur noch begrenzt eine Rolle spielen -mit eher lockeren politischen und ökonomischen Verbindungen, die nicht mehr verpflichtend sein werden.

... und darunter wird Deutschland am stärksten leiden

Der Nachrichtendienst ist sich sicher: Wenn Europa zerfällt, muss sich vor allem ein Land auf massive ökonomische Veränderungen einstellen: Deutschland.

Denn: Unsere Wirtschaft ist stark auf Export angewiesen und profitiert momentan noch massiv von der EU-weiten Liberalisierung des Handels. Berücksichtigt man außerdem die Bevölkerungsabnahme, wird klar:

Zerfällt Europa, so bricht auch der deutsche Export ein und Deutschland droht eine ähnliche Stagnation der Wirtschaft wie Japan, so schlussfolgern die Experten.

... dafür wird ein anderes europäisches Land Macht gewinnen

Diese These des Nachrichtendiensts kommt überraschend: Ausgerechnet Polen soll sich in den nächsten zehn Jahren auf immer mehr politischen Einfluss und wirtschaftlichen Aufschwung freuen können.

Der Grund: Polens Bevölkerung soll in den nächsten Jahren weniger stark abnehmen, als andere europäische Länder.

Die Größe und relative wirtschaftliche Stärke Polens gegenüber anderer osteuropäischer Staaten und die guten Beziehungen zur USA sollen dem Land außerdem zukünftig eine Machtposition in der Region bescheren.

Russland wird zerbrechen

Sanktionen, sinkende Ölpreise und innere Unruhen: Die Experten sehen keine Zukunft für ein Russland, das weiterhin zentral von Moskau aus verwaltet werden kann.

Die Experten halten es für wahrscheinlich, dass Russland zwar nicht offiziell in verschiedene Länder gespalten wird, aber das Land in Zukunft aus teilautonomen Regionen bestehen könnte.

Der Einfluss der USA wird abnehmen

Die Zeiten der USA als selbsternannte "Weltpolizei" sind laut der Vorhersage passé. "Die USA werden zwar weiter eine wichtige ökonomische, politische und militärische Macht bleiben, aber sich in Zukunft weniger einmischen, als bisher", heißt es im Report.

Die größte Aufgabe der USA in den nächsten zehn Jahren sieht der Bericht in der Bewältigung einer Krise, die auf den Zerfall Russlands folgen soll.

Das Machtvakuum, das dann entstehen würde, sehen die Experten als besonders gefährlich an, weil dann Russlands nukleare Waffen nicht mehr zentral geregelt werden könnten – die USA wird dann laut der Stratfor-Vorhersage wohl oder übel intervenieren müssen.

Chinas wirtschaftliche Macht wird weiter abnehmen ... und davon könnten andere Länder profitieren

Laut dem Stratfor-Bericht soll das Wirtschaftswachstum Chinas generell weiterhin abnehmen. Dazu kommt eine immer größer werdende ökonomische Ungleichheit vom ländlichen Inland gegenüber den großen Städten und der Küste, die zu politischem Chaos führen könnten.

Dazu kommt, dass China laut des Berichts bald seine Produktionskapazität erreichen wird. Daraus könnten sich wirtschaftliche Chancen für Länder wie Mexiko, Nicaragua, Dominikanische Republik, Peru, Äthopien, Uganda, Kenia, Tanzania, Bangladesch, Myanmar, Sri Lanka, Laos Vietnam, Kambodscha, die Phillipinen und Indonesien ergeben, wo die Produktionsstätten der Zukunft liegen sollen.

Japan wird seine Seestreitmacht ausbauen

Japan ist stark abhängig von Importen. Umso bedrohlicher ist die zunehmende Einflussnahme Chinas auf wichtige Handelswege Japans im Ostindischen und Südchinesischen Meer für das Land. Darauf wird Japan laut Stratfor-Prognose mit dem Ausbau seiner Seestreitmacht reagieren müssen.

Physiker Stephen Hawking hat sich auch Gedanken über die größten Gefahren für die Menschheit gemacht – mit diesem Ergebnis:

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