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01/02/2016 09:44 CET | Aktualisiert 12/04/2016 05:58 CEST

Planet Jupiter ist der König im Sonnensystem

Byron Moore via Getty Images
Jupiter ist der fünfte Planet im Sonnensystem.

  • Jupiter hat die meisten Monde im Sonnensystem

  • Der Planet hat die kürzesten Tage

  • Sonde Juno soll den Jupiter erforschen

Im Sonnensystem ist Jupiter der fünfte Planet: Nach den vier erdähnlichen Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars ist er der erste der vier Gasriesen. Jupiter ist mit einem Durchmesser von 143.000 Kilometern der größte Planet im Sonnensystem. Die Erde würde 1000 mal in ihm Platz finden.

Doch trotz dieser Größe und seiner Masse, die zwei Drittel der Masse aller Planeten umfasst, dreht er sich unglaublich schnell: mit knapp zehn Stunden Rotationszeit hat er die kürzeste Tagesdauer aller Planeten. Für einen Umlauf der Sonne braucht er fast zwölf Jahre.

Er gehört zu den auffälligsten Gestirnen am Nachthimmel, denn nach der nur am Morgen- und Abendhimmel erkennbaren Venus ist er der hellste Wandelstern. Seine Name Jupiter spiegelt diese herausragenden Eigenschaften wieder. Er ist der römische Göttervater, die oberste Gottheit.

Die Monde des Jupiter

Wie es sich für einen König gehört, hat er das zahlreichste Gefolge. Mittlerweile sind 64 seiner Monde bekannt. Da sich die vier größten bereits in einem kleinen Fernrohr zeigen, wurden sie nach ihrem Entdecker Galileische Monde genannt. Galileo Galilei entdeckte sie 1610 und benannte sie nach den Liebschaften des Göttervaters: Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

Würden sie auf einer eigenen Bahn die Sonne umkreisen, würden sie wohl als Planeten durchgehen. Denn außer Europa sind alle von ihnen größer als der Erdmond.

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  • Europa ist von einer strahlenden Eiskruste überzogen. Manche Forscher vermuten in ein paar Kilometern Tiefe einen Ozean aus flüssigem Wasser. Da dies mit der Bedingung für Leben in Verbindung steht, ist Europa für Astrobiologen ein besonders interessantes Forschungsobjekt.
  • Der Mond Io hingegen ist der aktivste Himmelskörper, da auf ihm über 100 Vulkane heiße Lava und Schwefeldioxid spucken.
  • Ganymed ist nicht nur der größte Jupiter-Mond, sondern auch der größte Trabant im Sonnensystem. Er ist mit einem Durchmesser von 5270 Kilometern sogar größer als Merkur.
  • Kallisto ist der äußerste der vier Monde und offenbar sehr alt. Es wird vermutet, dass er aus der Frühzeit des Sonnensystems stammt, also vor etwa vier Milliarden Jahren.

Verschiedene Jupiter-Bänder

Während die zwei Gasriesen Jupiter und Saturn hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehen, sind Uranus und Neptun größtenteils aus Wasser-, Ammoniak- und Methaneis mit Beimengungen von Metallen und Silikaten. Deswegen werden sie im Unterschied auch als Eisriesen bezeichnet.

Ebenso wie bei Saturn vermutet man in Jupiter einen festen, metallischen Kern. Während in den Eisriesen feste Hochdruckvarianten von Eis als Kern vermutet werden. Blickt man auf Jupiter, erkennt man demnach keine feste Oberfläche. Man sieht bunte Wolken, die sich immer wieder verändern. Eine Regelmäßigkeit, der Unterschied in hellere und dunklere Bänder, lässt sich dennoch für einen längeren Zeitraum feststellen.

Ein weiteres konstantes Merkmal ist der sogenannte "Große Rote Fleck". Ein riesiger Wirbelsturm, der über 300 Jahre bekannt ist. Als Größenvergleich: er erreicht etwa die doppelte Breite der Erde.


Aktuelle Mission: Juno

Die NASA-Raumsonde Juno soll Jupiter über ein Jahr hinweg erforschen. Im August 2011 hat sie sich auf den Weg gemacht. Da ihre Flugzeit zu Jupiter fünf Jahre beträgt, sollte sie im Juli 2016 ihr Ziel erreichen. Juno ist die erste solarbetriebene Sonde in dieser großen Entfernung zur Sonne. Deshalb wird sie sich nie im Jupiterschatten befinden.

Ihr Forschungsziel ist es, zu prüfen, ob es einen festen Kern gibt und wie sich die Atmosphäre genau zusammensetzt. Außerdem soll sie die Konvektion studieren und Windprofile der Atmosphäre erstellen. Man verspricht sich auch Aufschluss über die Quelle des Magnetfeldes und will die polare Magnetosphäre untersuchen. Die Entdeckung des Königs unter den Planeten bleibt also spannend.

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