POLITIK
02/02/2016 22:13 CET | Aktualisiert 03/02/2016 09:26 CET

"Petry zeigt das Bild vom hässlichen Deutschen"

Der AfD-Gründer Bernd Lucke
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Der AfD-Gründer Bernd Lucke

Bernd Lucke wird nicht müde, seine ehemalige Partei zu kritisieren. Der AfD-Gründer und jetzige Vorsitzende der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) äußerte sich entsetzt zu den Äußerungen der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry zum Schusswaffengebrauch an den Grenzen.

Petry verletze grundsätzliche Werte. "Das ist ein Verstoß gegen unsere sittlichen Grundsätze und zeigt das Bild vom hässlichen Deutschen“, sagte Lucke der "Passauer Neuen Presse". "Es geht hier um unsere Werte. Dass auf Frauen und Kinder geschossen wird, nur um sie am Grenzübertritt zu hindern, widerspricht allen Wertvorstellungen, für die ich stehe und für die meine Partei Alfa steht und für die Deutschland in der Welt steht", betonte Lucke.

Trotzdem ist er gegen eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz. "Was die AfD fordert, ist hartherzig und inhuman, aber es ist nicht auf den Umsturz unserer Verfassungsordnung gerichtet", sagte Lucke. Man müsse in Deutschland "auch unterschiedlicher Meinung sein dürfen und harte Positionen vertreten dürfen, ohne dass man gleich verfassungsfeindlicher Bestrebungen bezichtigt wird".

Der Alfa-Vorsitzende betonte, seine Partei verschließe sich Zuwanderung nicht. "Wir leben in Deutschland nicht unter einer Käseglocke. Wir können uns nicht abkoppeln von Armut und Kriegen in anderen Teilen der Welt", sagte Lucke. Seine Partei setze sich für eine "atmende Obergrenze" ein. "Der AfD hingegen ist es eigentlich egal, was mit den Flüchtlingen passiert, Hauptsache, sie kommen nicht zu uns", sagte Lucke.

Zuvor hatte er Petrys Forderungen bereits als unerträglich bezeichnet. "Der Umgang der AfD mit Flüchtlingen ist inhuman, unmenschlich und nicht zu ertragen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

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