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02/02/2016 05:51 CET | Aktualisiert 02/02/2016 06:10 CET

Körperlich kerngesund - trotzdem kennt eine 24-Jährige ihr Todesdatum

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Der Wunsch nicht mehr zu Leben

Sie ist körperlich gesund, jung und selbstbewusst. Sie verbringt Zeit mit ihren Freunden und liebt das Theater. Aber innerlich, da brodelt es in ihr. Laura ist 24 Jahre alt und leidet unter Depressionen. Sie hat die Lust am Leben verloren.

Der belgischen Zeitung "Demorgen" sagt sie: "Das Leben ist nichts für mich." Diese Gedanken hege sie schon seit ihrer Kindheit. Daher habe sie sich entschieden, sich in diesem Sommer das Leben zu nehmen. Um dies in die Tat umzusetzen, bekommt sie Sterbehilfe von Ärzten.

Wie auch Focus Online berichtet, war ihre Kindheit nicht einfach. Der Vater, ein Alkoholiker. Sie selbst, ein ungewolltes Kind.

Ihr Elternhaus habe ihre Selbstmordgedanken sicherlich unterstützt. Aber auch als sie eine bessere und sichere Zeit bei ihren Großeltern verbrachte, soll es ihr psychisch nicht besser gegangen sein.

Die rechtliche Lage

In Deutschland wurde im November 2015 der Gesetzentwurf der Abgeordneten Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD) vorgestellt. Er stellt klar, dass die "geschäftsmäßige Tötung" mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft wird. Damit ist es Einzelpersonen untersagt, Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung anzubieten.

Laut dem DRZE bleiben Suizide und Einzelfallentscheidungen von Ärzten und Angehörigen weiterhin straffrei und können höchstens mit unterlassener Hilfeleistung geahndet werden.

In Belgien hingegen wurde 2002 das "Getz zur Euthanasie" verabschiedet. Das bedeutet, dass Ärzte dazu befugt sind, aktive Sterbehilfe zu leisten. Allerdings unter der Bedingung, dass sich der Patient in einer "medizinisch ausweglosen Situation" befindet und zurechnungsfähig ist. Der Patient muss sich in einem anhaltenden sowie unerträglichem physischen und psychischen Leidenszustand befinden. 2014 wurde das Getz auch für Minderjährige erlassen.

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