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02/02/2016 08:16 CET

Herzrhythmusstörungen: Wann ist es gefährlich?

Herzrhythmusstörungen sind auch manchmal eine Folge des Lebensstils
RubberballCLOSED via Getty Images
Herzrhythmusstörungen sind auch manchmal eine Folge des Lebensstils

Das Herz schlägt ohne Pause. 60 bis 100 Mal in der Minute in Ruhe. Häufiger, wenn wir Sport treiben. Tag und Nacht pumpt das Herz so das Blut durch unseren Körper. Manchmal kommt es aber zu Herzrhythmusstörungen.

Die Schläge werden zu langsam, das Herz beginnt zu rasen oder das Klopfen ist unregelmäßig. Schwindel, Atemnot, Druck in der Brust und auch Ohnmacht können damit einhergehen. Aber keine Panik! Das muss nicht immer ein Anzeichen für eine Krankheit sein.

Das Herzstolpern, also wenn das Herz einen Zusatzschlag macht, gilt beispielsweise bis zu einem gewissen Grad als normal. Das sagte Thomas Meinertz, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt am Main, "Spiegel Online". Auch Herzrasen treten bei vielen ab und an auf - und legen sich meist von selbst.

Andauernde Herzrhythmusstörungen

Aber das ist bei Herzrhythmusstörungen nicht immer der Fall: "Treten die Beschwerden jedoch über mehrere Tage hinweg immer wieder auf, können sie auch auf eine akute Herzerkrankung hindeuten. Daher sollte man in diesem Fall einen Herzspezialisten aufsuchen und ihm die Symptome genau schildern", rät Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen auf der Seite "Internisten im Netz".

Schlagartiger Anstieg der Herzfrequenz oder plötzliches Abfallen dieser gelten als typisch für eine krankhafte Störung zum Beispiel aufgrund einer Herzmuskelentzündung oder einem Engpass in einem der Herzkranzgefäße. Auch angeborene Fehler des Weiterleitungssystems des Herzens können dies Auslösen. Schwindel und Erschöpfung sind Anzeichen für die unzureichende Pumpfunktion. Als häufigste Form der Herzrhythmusstörung gilt das Vorhofflimmern, einer elektrischen Erregung, die ins Herz weitergeleitet wird.

Die Gefahr: Manche Personen nehmen ihre minutenlange, gefährliche Herzrhythmusstörungen kaum wahr. Andere Menschen fühlen sich durch seltene und harmlose Extraschläge extrem schlecht.

Herz stolpert - und dann?

Die Ursachen für die Herzrhythmusstörungen (abseits von Krankheiten) sind vielfältig:

  • psychische und körperliche Belastung
  • Übergewicht
  • Magnesium- und Kalsiummangel
  • Schlafmangel
  • zu viel Kaffee, Alkohol und Nikotin

In vielen Fällen verbessert sich das Befinden der Betroffenen, wenn sie die möglichen Ursachen angehen und beheben. Also zum Beispiel einfach auf die Genussmittel verzichtet. Denn viele Herzrhythmusstörungen benötigen keine Behandlung, weil sie weder das Befinden stärker beeinträchtigen noch gefährlich sind, heißt es auf der Ärzte-Seite. Die übrigen Störungen können mit Medikamenten behandelt werden. Wie lange sei abhängig von der Art der Rhythmusstörung, erklärte Smetak.

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