POLITIK
01/02/2016 15:27 CET

WHO ruft wegen Zika-Virus Gesundheitsnotstand aus

RECIFE, BRAZIL - JANUARY 27: Alice Vitoria Gomes Bezerra, 3-months-old, who has microcephaly, is held by her father Joao Batista Bezerra (L) as mother Nadja Cristina Gomes Bezerra sits on January 27, 2016 in Recife, Brazil. In the last four months, authorities have recorded close to 4,000 cases in Brazil in which the mosquito-borne Zika virus may have led to microcephaly in infants. The ailment results in an abnormally small head in newborns and is associated with various disorders including decreased brain development. According to the World Health Organization (WHO), the Zika virus outbreak is likely to spread throughout nearly all the Americas. At least twelve cases in the United States have now been confirmed by the CDC. (Photo by Mario Tama/Getty Images)
Mario Tama via Getty Images
RECIFE, BRAZIL - JANUARY 27: Alice Vitoria Gomes Bezerra, 3-months-old, who has microcephaly, is held by her father Joao Batista Bezerra (L) as mother Nadja Cristina Gomes Bezerra sits on January 27, 2016 in Recife, Brazil. In the last four months, authorities have recorded close to 4,000 cases in Brazil in which the mosquito-borne Zika virus may have led to microcephaly in infants. The ailment results in an abnormally small head in newborns and is associated with various disorders including decreased brain development. According to the World Health Organization (WHO), the Zika virus outbreak is likely to spread throughout nearly all the Americas. At least twelve cases in the United States have now been confirmed by the CDC. (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Zika-Virus den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. Zu diesem Schritt habe eine Expertenrunde geraten, teilte die WHO am Montagabend in Genf mit. Es gebe eine räumliche und zeitliche Verbindung zwischen dem Virus und dem Auftreten von Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie), sagte die WHO-Direktorin Margaret Chan.

Es fehle aber noch der wissenschaftliche Beweis. "Wir brauchen eine koordinierte internationale Antwort." Das gelte nicht zuletzt für weitere Aufklärung.

Zuletzt hatte die WHO im August 2014 wegen Ebola in Westafrika einen globalen Notstand erklärt. Davor hatte die WHO die Schweinegrippe (2009) sowie die Verbreitung der Kinderlähmung (2014) als globalen Gesundheitsnotstand bezeichnet. Bei dieser Notfallregelung können Staaten außerhalb der Seuchengebiete aufgefordert werden, Maßnahmen einzuleiten, die eine Ausbreitung des Erregers oder seines Überträgers verhindern sollen.

Derzeit zirkuliert das Zika-Virus, eine durch Mücken übertragene Infektion, in Süd- und Nordamerika. Zusammenhänge mit anderen Krankheitsbildern, wovon vor allem Schwangere und Säuglinge betroffen sind, werden vermutet.

Zwar ist das Zika-Virus schon seit über 60 Jahren bekannt, doch gibt es bisher keine Medikamente und keinen Impfstoff dagegen. Professor Bernhard Fleischer erklärt im Interview mit der Huffington Post gerade erst, wie gefährlich der Virus wirklich ist.

Zuletzt hatten sich auch deutsche Frauen mit dem Zika-Virus infiziert. Hierzulande kann man sich aber nicht anstecken.

mit Material von dpa

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