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01/02/2016 05:36 CET

Blowjobs, nackte Haut und Körperflüssigkeiten: Bürger in Krefeld entdecken geheime Sexmeile

Im kleinen Örtchen Gellep-Stratum sorgen Prostituierte für Aufruhr.
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Im kleinen Örtchen Gellep-Stratum sorgen Prostituierte für Aufruhr.

Die Anwohner in Krefeld sind entrüstet. Seit einiger Zeit stehen hinter ihren Gärten auf einem Parkstreifen mehrere leichtbekleidete Frauen, die dort offenbar dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen. Jetzt greifen die hilflosen Nachbarn zu einer ungewöhnlichen Lösung.

In einem sogenannten Prostitutions-Tagebuch protokollieren die Anwohner das Treiben hinter ihren Gartenzäunen. So soll nach Angaben der "Rheinischen Post" eine Anwohnerin angefangen haben, alles schriftlich zu protokollieren, was sie aus ihrem Fenster beobachten konnte.

In dem Prostitutions-Tagebuch stehe Datum, Uhrzeit und Vorgang. Häufig spreche die Anwohnerin die Freier und Prostituierten auch an und bittet diese, den Platz zu verlassen.

Auszüge aus diesem Tagebuch lesen sich so:

  • "PKW auf Parkstreifen hinter unseren Gärten: Freier unten herum nackt. - Der Freier ist dann auch nach meiner Aufforderung so weggefahren."
  • "Das zweifelhafte Vergnügen, den blanken Hintern des Freiers zu sehen, als der sich auf der Straße stehend wieder angezogen hat."
  • "PKW auf Parkstreifen. Der Kopf der Prostituierten im Schoß eines weißhaarigen Freiers."

Die Prostitutionsszene am Castellweg in Gellep existiert schon seit etwa zweieinhalb Jahren. Deshalb hat der Vorsitzende des Bürgervereins Gellep-Stratum e.V., Gregor Roosen, auch bereits mehrere Schreiben an die Stadt Krefeld und das NRW-Ministerium verfasst.

Diese und die Polizei wisse "um den Umstand, dass in dem Bereich bis zu drei Prostituierte ihre Dienste anbieten."

Die Ursache sieht Roosen in dem Sperrgebiet auf der anderen Rheinseite in Duisburg Mündelheim. So habe sich die "Szene" nach Gellep verlagert. Da nach mehreren Schreiben bis jetzt keine Einschränkungen erfolgt sind, hat Roosen jetzt konkrete Forderungen für seine Stadt:

"Ich bin für die Einrichtung eines Sperrbezirks auch auf unserer Rheinseite. Solange es keinen Sperrbezirk gibt, hat man keine rechtliche Handhabe."

Auch Kinder und Jugendliche seien betroffen. Denn die Prostituierten und Freier hinterlassen Müll, Kondome und Feuchttücher, die dann von den Kindern und Jugendlichen gefunden werden. Die Polizei sucht jetzt nach den Damen und den Freiern.

Dank der mühselig dokumentierten Vorkommnisse, die auch Beschreibungen und Kennzeichen enthält, könnten die Ermittlungen vorangetrieben werden.

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