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01/02/2016 08:01 CET | Aktualisiert 01/02/2016 09:56 CET

Genforschung: Großbritannien erlaubt Genmanipulation an Embryonen

JGI/Jamie Grill via Getty Images
Gen-Forschung in England erreicht die nächste Stufung: Genmanipulationen an Embryonen wurden nun erlaubt

In Großbritannien dürfen mit einer umstrittenen Technik Änderungen am menschlichen genetischen Code vorgenommen werden. Die Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie teilte am Montag mit: Sie habe das Forschungsprojekt der Wissenschaftlerin Kathy Niakan genehmigt. Mit diesem sollen die Gene erforscht werden, die menschliche Embryos zur erfolgreichen Entwicklung benötigen. Ziel ist es, die Erfolgsrate einer künstlichen Befruchtung zu erhöhen.

Kritiker befürchten, dass mit der Genmanipulation, die Niakan anwenden will, zu viele ethische Grenzen überschritten werden. Im vergangenen Jahr unternahmen chinesische Wissenschaftler den ersten Versuch, das Humangenom zu verändern. Ihr Experiment schlug fehlt, trotzdem rückte damit aber die Aussicht auf eine Zukunft näher, in der menschliche Gene repariert und manipuliert werden können.

Zur Behandlung von Krankheiten wie HIV und Muskeldystrophie könnte das einen Durchbruch bedeuten. Skeptiker warnen dagegen vor einer Veränderung des Gencodes auf diesem Weg - an dessen Ende könnte das genmanipulierte Baby stehen, sagen sie.

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