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31/01/2016 11:11 CET

Solarzellen statt Asphalt: Diese Technologie könnte unsere Energieversorgung revolutionieren

So könnten öffentliche Flächen und Straßen in Frankreich bald aussehen.
COLAS - Joachim Bertrand
So könnten öffentliche Flächen und Straßen in Frankreich bald aussehen.

Ausgerechnet das Atomstromland Frankreich könnte eine Erfindung geliefert haben, die den erneuerbaren Energien zum riesigen Boom verhilft: In fünf Jahren Forschung hat die französische Firma Colas einen Straßenbelag entwickelt, der Energie aus Sonnenlicht erzeugt. Die ganz speziellen Solarzellen heißen Wattway.

Sie funktionieren wie die Photovoltaikanlage auf dem Dach, sind aber viel strapazierfähiger - und können dem Raum, der durch Straßen eingenommen wird, eine zweite Bedeutung verschaffen. Unsere Straßen wären riesige Kraftwerke.

Ein neuer Zweck für unsere Straßen

Plötzlich könnten selbst Umweltschützer den Asphaltmonstern etwas Gutes abgewinnen, schließlich erzeugen sie Strom, der sonst aus Kohle- oder Atomkraftwerken stammen würde. Zudem müssen keine Felder oder Naturschutzgebiete für Solarparks weichen.

Um die Paneele anzubringen, braucht es keine teuren und aufwendigen Umbauten. Die Zellen können flexibel auf die bereits existierenden Beläge geklebt werden.

Der Hersteller verspricht eine enorme Leistung

Nach Angaben des Herstellers sind die Paneele "besonders strapazierfähig und sicher", da sie sich der Wärmedehnung des Asphalts und der Gewichtsbelastung der Fahrzeuge anpassen. Nur 20 Quadratmeter des Straßenbelags würden ausreichen, um einen französischen Durchschnittshaushalt mit Strom zu versorgen. Da die Straßenabschnitte nur in etwa zehn Prozent der Zeit von Fahrzeugen bedeckt wären, wäre die Energieleistung der Solar-Straßen immens.

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