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30/01/2016 07:38 CET | Aktualisiert 30/01/2016 07:40 CET

Berlin: Politiker fordern Steuer auf Kaffeebecher

STOCK4B via Getty Images
Munich, Bavaria, Southern Germany, Germany, Europe

Die Deutschen werfen über 300.000 Kaffeebecher weg - pro Stunde, sagt die Deutsche Umwelthilfe. Sie landen im besten Fall im Mülleimer, im schlechtesten Fall auf der Straße und im Gebüsch. Dort können sie nicht verrotten, weil sie Plastik enthalten.

Kurz gesagt: To-Go-Becher sind Gift für die Natur. In Berlin denkt man deswegen nun über eine Steuer auf Kaffeebecher nach. 20 Cent soll sie betragen, fordern die SPD und Grüne laut "B.Z."

„Sie verstopfen die Abfalleimer und liegen auf der Straße herum“, sagt Grünen-Politikerin Silke Gebel der Zeitung. „Vor allem aber schaden sie der Umwelt.“ Etwa 34 Millionen Euro soll die Steuer bringen, die in die Stadtreinigung investiert werden sollen.

Die Idee ist nicht neu - vor einem Jahr scheiterten SPD und Grüne mit einem ähnlichen Vorschlag. Damals sollte die Steuer aber auch für Pizzaverpackungen gelten.

Außerdem wollen SPD und Grüne erst eine Alternative testen, bevor die Steuer kommen soll. So kann sich Grünen-Politikerin Gebel ein Rabattsystem vorstellen. „Die Kaffeeläden könnten zum Beispiel einen Rabatt geben, wenn Kunden ihren eigenen Thermobecher mitbringen", sagte Gebel der "B.Z." Das ist schon bei Starbucks möglich, wo Kunden 30 Cent weniger zahlen müssen, wenn sie einen Becher mitbringen.

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