POLITIK
29/01/2016 05:19 CET | Aktualisiert 29/01/2016 05:24 CET

Autor Zaimoglu: "Moslems müssen ihren Saustall ausräumen"

dpa

Der Kieler Schriftsteller Feridun Zaimoglu (51) hat sich mit den sexuellen Übergriffen der Kölner Silvesternacht beschäftigt - in der offenbar ein Großteil der Täter zu einem bestimmten Profil passte: jung, männlich, muslimisch. Deshalb müsse die islamische Gemeinschaft in Deutschland den Fall öffentlich aufarbeiten, sagte Zaimoglu der dpa.

Dass Bedarf zur Aufarbeitung besteht, daran gibt es für den Autor keinen Zweifel: "Wir Moslems müssen in unserem eigenen Saustall aufräumen, denn wir haben einen Saustall", sagte er. Der Fall Köln sei keine Krise des Islam, "sondern wir haben eine Krise des moslemischen Mannes. Wir haben ein Krise moslemischer Männer mit Minderwertigkeitskomplexen".

Diese müssten sich an die Gegebenheiten in Deutschland anpassen: "Wenn ein Mann unfähig ist, die starke mündige Frau als gesellschaftliche Realität zu sehen und sich in seiner Herrlichkeit beeinträchtigt fühlt, dann lege ich ihm professionelle Hilfe nahe." Kurz: Muslimische Männer müssen Gleichberechtigung lernen - und dürfen nicht erwarten, für ihr archaisches Frauenbild als Toleranz bezeichnete Zustimmung zu bekommen.

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