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29/01/2016 07:00 CET | Aktualisiert 29/01/2017 06:12 CET

Moderne Technik bei den Oscars: Juroren sollen streamen

Die Oscars machen Ärger
MidoSemsem/Shutterstock.com
Die Oscars machen Ärger

Die Kritik um die Oscars will nicht abnehmen. Denn abreißen will die Diskussion um die Absenz dunkelhäutiger Schauspieler auf der Nominiertenliste nicht so recht. Auch abseits des Eklats läuft bei der Kür der besten Filme aber nicht alles nach Plan. Auch deshalb will die Academy of Motion Picture Arts jetzt offenbar auf neue Technik bei der Wahl der Oscargewinner setzen.

Wie die Webseite "variety.com" berichtet, scheint auf die Juroren - die Mitglieder der Academy - kein Verlass: Alle acht für den Oscar als "Bester Film" nominierte Streifen sind geleakt. "The Hateful Eight" und "The Revenant" tauchten noch vor dem Kinostart online auf. Denkbar ist wohl, dass die Wahlrichter den Inhalt der an sie versandten DVDs auf Filesharingbörsen laden. Auch deshalb soll es vor den nächsten Oscars dem Bericht zufolge für einige Juroren einen "Beta-Test" mit einem Streaming der Auszeichnungskandidaten geben.

Wer bei den Oscars 2015 am schicksten angezogen war, sehen Sie in diesem Clip bei MyVideo

Unter anderem in den Kurzfilm-Kategorien sollen Jury-Mitglieder außerhalb des amerikanischen Kontinents Filme streamen, statt sie auf DVD zu erhalten. Ob diese eigentlich naheliegende Variante sich durchsetzen wird, bleibt aber abzuwarten. Oscar-Macher und Studios haben angeblich Bedenken, das Streaming könne die Abstimmung verzerren - etwa durch Ausfälle oder weil Juroren Streifen auf dem Tablet schauen, statt auf großen Bildschirmen. Und die scheinbar unwichtige Frage über Oscar-Gewinn und -Scheitern entscheidet de facto über Millionen-Einnahmen an den Kinokassen.

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