VIDEO
28/01/2016 02:37 CET

Lageso: Tod eines Syrers war "frei erfunden"

Eine Schlange vor dem Lageso in Berlin
DPA
Eine Schlange vor dem Lageso in Berlin

Der Tod eines Flüchtlings vor dem Lageso war eine Falschmeldung. Ein Flüchtlingshelfer hat sich den Fall eines toten Asylbewerbers in Berlin laut Polizei ausgedacht. "Er hat in der Vernehmung zugegeben, dass er alles frei erfunden hat", sagte ein Behördensprecher am späten Mittwochabend nach der Vernehmung des Mannes, der den angeblichen Todesfall im Internet publik gemacht hatte.

Zuvor waren Zweifel aufgekommen. Bereits nach der ersten Befragung des Mannes hatte eine Polizeisprecherin klargestellt: "Wir haben keinen toten Flüchtling." Der Helfer habe zwar "die ganze Republik verrückt gemacht" - aber eine Straftat sei sein folgenreicher Internet-Eintrag nicht.

Der Mann hatte zuvor behauptet, ein Syrer sei gestorben. Auf Facebook hatte er mitgeteilt, dass ein 24 Jahre alter Mann in der Nacht gestorben sei. Zuvor habe der Asylbewerber tagelang vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) angestanden.

Der Helfer habe den stark fiebernden Mann zu sich geholt. Wegen seines schlechten Zustandes sei er von einem Krankenwagen abgeholt worden - und auf dem Weg in eine Klinik gestorben. Später löschte der Helfer den Facebook-Eintrag wieder - und tauchte einen Tag lang unter.

Auch auf HuffPost:

In diesem Land ist Merkel unbeliebter als Putin und Orbán

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.