POLITIK
28/01/2016 11:22 CET

Italiens Regierungschef plant "gewaltsame Kampagne" gegen Beamten

AP
Italian Premier Matteo Renzi answers reporters' questions during a year-end press conference in Rome, Tuesday, Dec. 29, 2015. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

In Italien geht es faulen Beamten an den Kragen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, ist die Regierung von Premier Matteo Renzi entschlossen, die extrem ineffiziente und langsame Bürokratie in Italien zu reformieren. Mit seiner Kampfansage "an Blaumacher und Faulpelze" will Renzi eine Aufgabe bewältigen, an der alle seine Vorgänger gescheitert sind.

Wie entschlossen Renzi ist, wird daran deutlich, dass er von einer "gewaltsamen Kampagne" spricht. So werden staatliche Agenturen fusioniert oder geschlossen, zudem sollen Beamte keine Abgangsentschädigungen mehr erhalten. Sogenannte „Renten aus Gold“ wird es somit zukünftig nicht mehr geben.

Besonders rabiat will die Staatsspitze gegen Blaumacher und Nichtstuer vorgehen. Diese werden suspendiert und entlassen, außerdem können sie wegen Missachtung des Amtsdienstes angeklagt werden und bis zu zwei Jahre im Gefängnis landen. Gewerkschaften empören sich bereits über die radikale Vorgehensweise.

Die italienische Regierung beharrt jedoch darauf, dass der Beamtenapparat dringend überarbeitet werden müsse. Dies besonders, da in letzter Zeit gehäuft Fälle öffentlich wurden, wo italienische Beamte auf unverschämte Weise ihren Lohn erschlichen. So ging ein Beamter beispielsweise mehrmals täglich in Unterhose zur Stechuhr, da er im oberen Stockwerk des Amtes seine Wohnung hatte.

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