POLITIK
27/01/2016 06:46 CET | Aktualisiert 27/01/2016 23:03 CET

Spitzenpolitiker fordert wegen angeblichen Lageso-Toten Rücktritt des Berliner Innensenators

BERLIN, GERMANY - SEPTEMBER 03: Hundreds of Syrian and Afghan migrants wait to register in front of the State Office for Health and Social Affairs (LaGeSo) in Berlin, Germany on September 03, 2015. (Photo by Mehmet Kaman/Anadolu Agency/Getty Images)
Anadolu Agency via Getty Images
BERLIN, GERMANY - SEPTEMBER 03: Hundreds of Syrian and Afghan migrants wait to register in front of the State Office for Health and Social Affairs (LaGeSo) in Berlin, Germany on September 03, 2015. (Photo by Mehmet Kaman/Anadolu Agency/Getty Images)

Der angebliche Tod eines Flüchtlings, der nach Angaben einer Flüchtlingsorganisation vor seinem Tod tagelang vor dem Berliner Lageso gestanden haben soll, muss aus Sicht des Linken-Spitzenpolitikers Jan van Aken auch politische Folgen haben: "Wenn das stimmt, muss der Berliner Innensenator Frank Henkel auf jeden Fall zurücktreten“, sagt der außenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion der Huffington Post. Auch für die Rathausspitze in der Bundeshauptstadt müsse „eine solche Katastrophe Folgen haben“.

Es sei „ein Skandal erster Güte, wenn in Deutschland jemand mitten in Berlin aufgrund zu langer Wartezeiten bei einer Behörde stirbt.“

Van Aken empört sich: „Ich bin fassungslos, wie das Musterland der Demokratie passieren kann.“

Er geht davon aus, dass die Zustände im Lageso von der Politik gewollt seien. „Es geht darum, den Ankommenden das Leben so schwer wie möglich zu machen, damit weniger Flüchtlinge nachkommen.“ Doch damit müsse jetzt „Schluss sein“. Falls die Vorwürfe betreffend des angeblichen Todes des Flüchtlings stimmen sollten, ist für den Linken-Politiker klar: „Das muss uns allen eine Mahnung sein.“

In Berlin regiert eine Koalition von SPD und Union. Die Kritik am Lageso hält bereits seit Monaten massiv an.

Update, Montagabend: Inzwischen ist klar, dass es sich bei dem angeblichen Tod eines Flüchtlings um eine Falschmeldung handelt. Dies ergab eine Polizeibefragung des Flüchtlingshelfers, der die Vorwürfe erhoben hatte. "Wir haben keinen toten Flüchtling", sagte eine Sprecherin der Polizei.

Auch auf HuffPost:

"Wenn sich nichts ändert": Seehofer bringt Sturz von Angela Merkel ins Spiel

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.