POLITIK
27/01/2016 17:12 CET | Aktualisiert 27/01/2016 17:24 CET

Sie wurde sexuell belästigt - jetzt hat sie eine überraschende Botschaft an die Flüchtlingshasser

Brand New Images via Getty Images
Crowd of people at concert waving arms in the air

Es war eine Meldung, die deutschlandweit für Schlagzeilen sorgte. Ende Oktober des vergangenen Jahres hatte die Polizei im Breisgau gemeldet, dass ein Mann eine junge Studentin in der Freiburger Innenstadt nach einem Clubbesuch angegriffen und sexuell belästigt hatte.

Jetzt hat sich die junge Frau in der "Badischen Zeitung" zu Wort gemeldet, um nach der damals aufflammenden Berichterstattung über Zutrittsverbote für Flüchtlinge Stellung zu beziehen.

Ihr Vorwurf: "Übergriffe werden instrumentalisiert, um Asylsuchende auszugrenzen".

Der damalige Vorfall sei ein furchtbares, widerwärtiges Ereignis für sie gewesen, schreibt die junge Frau in dem Beitrag für das Blatt. "Es war ein Angriff auf meine Selbstbestimmung und Freiheit, ein Übergriff, den niemand erleben sollte", schreibt die Freiburgerin.

Und weiter: Der Mann, der sie angegriffen habe, sei zwar schwarz gewesen. "Trotzdem ist es falsch, jeden Flüchtling, jeden Ausländer mit arabischen oder afrikanischen Wurzeln dafür verantwortlich zu machen. Es ist verwerflich und ebenso abscheulich, eine ganze Gruppe kollektiv dafür zu bestrafen, was Einzelne tun. Und genau das ist der Fall in der Freiburger Clubszene."

Die junge Frau sagte dem Blatt weiter:

"An den Türen der Clubs findet eine Diskriminierung statt, die von den Clubbesitzern herbeigeführt und toleriert wird – und letztendlich den Wunsch vieler Bürger widerspiegelt. Nämlich, dass Menschen, vor denen man sich theoretisch fürchten könnte, ausgegrenzt werden."

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