POLITIK
27/01/2016 01:35 CET | Aktualisiert 27/01/2016 02:02 CET

"Irre gibt es zuhauf", sagt SPD-Chef Gabriel über die AfD - und zieht Konsequenzen

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Es war eine umstrittene Entscheidung. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer lehnte die Elefantenrunde mit der AfD vor den Wahlen im März ab. Unterstützung erhält sie nun von SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Auch er lehne es ab, im TV gemeinsam mit einem AfD-Mitglied aufzutauchen. Dass sagte Gabriel der "Rheinischen Post". "Wer, wie viele führende AfD-Mitglieder, die freiheitlich demokratische Grundordnung missachtet, dem verhelfe ich nicht zu einem Millionen-Publikum", so Gabriel.

Zu möglichen künftigen Entscheidungen sagte er:

"Das kommt auf die Person an. Wenn das einer ist, der die Todesstrafe wieder einführen will, um Leute wie mich an die Wand zu stellen, dann werde ich mich mit dem sicherlich nicht in eine Talkshow setzen. Solche Irren gibt es bei der AfD ja zuhauf."

Dreyers Entscheidung hatte eine heftige Debatte ausgelöst. Weil sie nicht an Talkshows mit der AfD teilnehmen will, hatte der Südwestrundfunk (SWR) nur die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien zur "Elefantenrunde" drei Tage vor der Landtagswahl am 13. März eingeladen.

Daraufhin sagte CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner ab - die Runde steht damit vor dem Aus. Auch die nordrhein-westfälische Landeschefin Kraft hatte in einem Interview mit dem "Deutschlandfunk" betont, nicht mit AfD-Vertretern in Fernsehsendungen gehen zu wollen.

Nun ruderte sie ein wenig zurück. Dem WDR sagte sie: "Ich habe darüber gesprochen, dass ich nicht in Talkshows gehe mit AfD-Vertretern. Ich bin noch anderthalb Jahre weg von den nächsten Wahlen. Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein runter."

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