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26/01/2016 10:37 CET | Aktualisiert 26/01/2016 10:45 CET

Tausende Menschen entdecken diese Delle an ihrem kleinen Finger - und glauben den Grund zu kennen

Tausende Menschen entdecken diese Delle an ihrem kleinen Finger- und glauben den Grund zu kennen
Twitter/WaleedStuff
Tausende Menschen entdecken diese Delle an ihrem kleinen Finger- und glauben den Grund zu kennen

Mit dem Handywecker aufstehen, mit Google Maps zu Arbeit fahren, zu Mittag das Essen online bestellen, mit unseren Freunden und Kollegen über Whatsapp kommunizieren, unsere Abendplanung nach einer App ausrichten: Ein Alltag ohne unser Handy ist nicht mehr vorstellbar.

Laut einer Studie der Uni Bonn unterbrechen wir in etwa alle 18 Minuten unsere Tätigkeit, um zum Smartphone zu greifen - und das bis zu 53 Mal am Tag.

Welche gesundheitlichen Risiken die ständige Verwendung von Smartphones birgt, ist nach wie vor umstritten. Ein viel diskutiertes Thema: Handystrahlung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte elektromagnetische Strahlung, die von Handys ausgeht, 2011 als krebserregend ein - bis heute konnten Studien nicht eindeutig einen Effekt auf die Gesundheit nachweisen.

Zahlreiche User auf Twitter wollen aber zumindest eine Auswirkung des Smartphones auf unseren Körper entdeckt haben, die klar zu sehen ist: den Smartphone-Finger.

Auslöser war eine Meldung des japanischen Mobilfunkbetreibers NTT Docomo, der in den sozialen Medien davor warnte, das Smartphone unten mit dem kleinen Finger zu stützen, da das zu einer Verformung führen könnte.

Daraufhin meldeten sich tausende User auf Twitter, die diese Verformung des kleinen Fingers bei sich bereits bemerkten und Fotos davon teilten. Das Phänomen hatte rasch einen Namen: "Smartphone Pinky" (Pinky ist das umgangssprachliche Wort für den kleinen Finger in den USA).

Was am Smartphone Finger wirklich dran ist

Martin Langer, Leiter der Handchirurgie an der Uniklinik Münster, bestätigte auf Anfrage der Huffington Post, dass eine dauernde Belastung tatsächlich dazu führen kann, dass sich der kleine Finger verformt. Allerdings trete das eher bei Kindern und Jugendlichen auf, die täglich stundenlang diese Fehlhaltung haben.

Er geht davon aus, dass die Menschen, die diese Dellen an ihren Fingern entdecken, eher an einer natürlichen Fehlbildung leiden, die häufig vorkommt.

Der Professor warnt allerdings vor anderen Auswirkungen durch das Smartphone: „Größere Probleme als einen krummen Kleinfinger sehe ich bei den Augen (Kurzsichtigkeit), dem Nacken (Halswirbelsäulenprobleme durch permanentes Vorbeugen des Kopfes) und in Unfällen durch Unaufmerksamkeit.“

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