LIFE
25/01/2016 11:24 CET | Aktualisiert 19/01/2018 18:40 CET

Ein fremder Mann fragte einen Jungen, ob er zu ihm ins Auto steigt. Was er vorhatte, macht Gänsehaut

Junge im Auto
AntonioGuillem via Getty Images
Junge im Auto

Eltern schärfen ihren Kindern immer wieder ein: "Steig nicht zu Fremden ins Auto." Eine berechtige Warnung - jeder weiß, dass es für Heranwachsende schlimme Folgen haben kann, wenn sie bei fremden Menschen mitfahren.

Doch es kann auch anders ausgehen, wenn sie auf Menschen wie Art Bouvier aus Indianapolis treffen:

So while I'm outside putting down massive quantities of ice melt, a young kid walked through the parking lot headed...

Posted by Art Bouvier on Freitag, 22. Februar 2013

"Also ich stand draußen und kratzte Unmengen von Eis vom Auto, als ein Junge über dem Parkplatz Richtung Westen lief. Er fragte mich, wie weit es zur 10. Straße Ecke Sherman war.

Ich sagte ihm, dass es ziemlich weit weg sei - bestimmt 10 oder 11 Kilometer.

Ich schlug vor, dass er besser den Bus nehmen solle, als zu Fuß zu laufen - vor allem mit all dem Eis und Schneematsch. Er bedankte sich und lief weiter.

Er hätte nach Geld oder der Bushaltestelle fragen können.

Er tat es nicht. Er lief einfach weiter.

Eine Viertelstunde später, als wir die 10. Straße entlang zum Café "Strange Brew" fuhren, sahen wir ihn laufen. Er war noch nicht mal bei der Franklin-Straße. Ich sagte Colleen, dass sie ranfahren und halten sollte. Ich sagte ihm, dass er einsteigen solle. Als wir weiterfuhren, fragten wir ihn, warum er sich zu Fuß auf diesen weiten Weg gemacht hatte.

Jhaquiel lief von der 42. Straße Ecke Post zu einem Bewerbungsgespräch an der 10. Straße Ecke Sherman. Für einen potentiellen (aber nicht garantierten) Job für einen Mindestlohn. Bei diesem Wetter. Zu Fuß, weil er sich den Bus nicht leisten konnte. Er hatte seinen Weg gut geplant, denn das Gespräch war erst in zwei Stunden.

Wir fuhren ihn zur 10. Straße Ecke Sherman.

Er war sehr dankbar und sagte das auch. Ich notierte mir seine Telefonnummer und sagte ihm, er solle zu dem Bewerbungsgespräch gehen, aber ich würde mal schauen, ob es einen Weg gäbe, ihn bei uns einzustellen - so wäre sein Weg zur Arbeit nur fünf und nicht zehn Kilometer lang.

Ich fragte ihn auch, ob er heute schon was gegessen hätte und er sagte Nein. Also gab ich ihm Geld für ein Mittagessen. Dann ließ ich ihn bei der 10. Straße Ecke Sherman Dairy Queen aussteigen.

Ich denke, er war geschockt.

Und, er weiß es jetzt noch nicht, aber er kann am Montag bei uns zum Arbeiten anfangen. Es ist einige Zeit her, seitdem ich einem Jungen mit so einer Arbeitseinstellung begegnet bin."

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