POLITIK
23/01/2016 11:50 CET | Aktualisiert 23/01/2016 11:51 CET

Sachsens LKA-Chef warnt vor Toten durch linke Gewalt

DPA
Linke Gewalt dürfe nicht verharmlost werden

Sachsen hat ein Extremismus-Problem: Rechtsextreme machen gegen Ausländer und Andersdenkende mobil und setzten Unterkünfte für Flüchtlinge in Brand. Doch auch die Gewalt von Links hat massiv zugenommen. Wie die "Morgenpost" aus Dresden berichtet, warnte Sachsens LKA-Chef Jörg Michaelis nun explizit vor linker Gewalt:

„Wir haben ein schweres ,Problem Links‘“, sagte Michaelis auf einer CDU-Veranstaltung in Dresden. Die Gewalt habe in letzter Zeit drastisch zugenommen, dies dürfe nicht verharmlost werden. Es sei dramatisch, sich mit den Beamten über die Zustände zu unterhalten.

Vor allem im Leipziger Stadtteil Connewitz kommt es immer wieder zur Straßenschlachten. Obwohl das Viertel eigentlich als Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Linksextremisten und der Polizei berüchtigt ist, zogen am 12. Januar rechte Hooligans durch das Viertel und sorgten in der "Linken-Hochburg" für eine Spur der Verwüstung.

„Leipzig ist den Kollegen kaum noch zuzumuten“, erklärte Michaelis. Die Beamten würden traumatisiert von den Einsätzen zurückkommen. Linksextremisten würden Bereitschaftspolizisten Bauschaum unter das Visier ihrer Helme sprühen und selbst vor Angriffen auf Rettungskräfte nicht zurückschrecken. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es die ersten Toten gibt“, sagte der LKA-Chef.

In Sachsen gebe es laut Michaelis zudem linke Projekte, die vom Staat gefördert würden, aber sich nicht von linker Gewalt distanzierten. „Und ich weiß von Organisationen aus anderen Bundesländern, die Busse für nach Sachsen anreisende Straftäter bezahlen.“

Das sächsische Innenministerium spricht nach Angaben der "Morgenpost" von einer erheblichen Zunahme linksextremistische Gewalttaten: Die Zahl stieg im vergangenen Jahr von 427 auf 667 Delikte - das ist ein Plus von 56 Prozent.

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