POLITIK
22/01/2016 12:22 CET | Aktualisiert 22/01/2016 17:08 CET

Bericht: Putin forderte angeblich Assad zum Rückzug auf

ALEXEY DRUZHININ via Getty Images
Bild eines früheren Treffen von Putin und Assad.

Russland ist neben dem Iran einer der letzten Unterstützer des syrischen Diktators Baschar al Assad. Doch angeblich wollte Kreml-Chef Wladimir Putin bereits Ende 2015 eine fundamentale Änderung seiner Syrien-Politik vornehmen. Das berichtet die "Financial Times" (FT).

Putin entsendete dem Bericht zufolge einen seiner Generäle nach Damaskus, um Assad zum Rücktritt aufzufordern. Doch wenig verwunderlich: Der syrische Staatschef soll die Forderung umgehend zurückgewiesen haben.

Zwei hochrangige Mitarbeiter westlicher Geheimdienste berichteten gegenüber der Zeitung von einer Geheim-Mission. Demnach soll Putins Drei-Sterne-General Igor Sergun vor einigen Wochen in einer heiklen Mission nach Damaskus entsandt worden sein. Der Diktator machte seinem Gast allerdings klar, dass es für Russland nur eine Zukunft in Syrien gebe, wenn er Präsident bleibe.

Ein Sprecher Putins dementierte den Bericht jedoch gegenüber russischen Journalisten mit den Worten: „Nein das stimmt so nicht.“

Russland bombardiert seit September in Syrien Stellungen diverser Gruppen, die im syrischen Bürgerkrieg gegen das Assad-Regime kämpfen. Darunter sind sowohl islamistische Terrorgruppen, wie der IS oder die Al-Nusra-Front, als auch säkulare, demokratisch orientierte Rebellengruppen.

Zweifel an der Meldung sind in jedem Fall angebracht. Schließlich wäre eine Abkehr Moskaus von einem ihrer seiner Verbündeten im Nahen Osten ein fatales Signal für alle weiteren autokratisch geführten Vasallen Russlands. Die aus Kremlsicht fatale Botschaft wäre: Im Fall der Fälle können von Gegnern im Inneren oder fremden Mächten bedrohte Diktatoren nicht auf Putin zählen.

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