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22/01/2016 04:06 CET | Aktualisiert 22/01/2016 05:04 CET

Polizei strich nach Kritik den Hinweis auf Herkunft der Antänzer

Kritik an Polizei führte dazu, dass der Warnhinweis vor Antänzern abgeschwächt worden ist
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Kritik an Polizei führte dazu, dass der Warnhinweis vor Antänzern abgeschwächt worden ist

Nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln kommen immer mehr Details an die Öffentlichkeit - und sie schockieren: So hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr vor Taschendiebstählen durch Antänzer gewarnt - und diese dann aber wieder abgeschwächt. Die nordafrikanische Herkunft der Täter wurde nämlich wieder gestrichen.

Darauf hatte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Polizei gedrängt. Denn dieser Hinweis sei "pauschal und unnötig". Das berichtet das Magazin "Focus" und bezieht sich dabei auf einen Schriftwechsel zwischen der Bundesstelle und dem Dortmunder Polizeipräsidium.

Demnach hatten die Polizei bereits am 19. Juni 2015 in einer Pressemitteilung auf eine erhöhte Aktivität von „Antänzern“ aufmerksam gemacht. Dabei gehe es um "Sach­ver­halte, bei denen sich (meist nordafrikanische) junge Männer... an ausgewählte Opfer 'herantanzen', sie so ablenken, um dann Geldbörse oder Handy zu ent­wenden".

Nach der Silvesternacht stellt sich die Ansage der Antidiskriminierungsstelle in einem ganz neuen Licht dar.

Denn immer wieder gibt es Vorwürfe, dass die Behörden Warnungen vor ausländischen Kriminellen unterdrückt und verschwiegen hätten. Ganz wahr ist das nicht, denn immer wieder berichteten Medien über die Gefahr durch Antänzer und auch über Warnungen der Polizei.

Fest steht aber: Die Polizei klärte nach den Vorfällen in Köln nur langsam über die Herkunft der Täter auf.

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