WIRTSCHAFT
22/01/2016 02:43 CET

Kleve schafft als erste Stadt in Deutschland das Kleingeld ab

Euro coins left to pay for a coffee at a cafe
Owen Franken via Getty Images
Euro coins left to pay for a coffee at a cafe

Nur noch drei von fünf Geschäften werden laut Bundesbank in Deutschland bar bezahlt - Tendenz fallend. Da drängt sich die Frage auf: Brauchen wir überhaupt noch Münzen und Scheine im Portemonnaie?

Eine Stadt in Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine Entscheidung getroffen, die zumindest ein erster Schritt zu einem bargeldlosen Alltag sein könnte. In Kleve haben sich die Einzelhändler jetzt darauf geeinigt, das Kleingeld in den Geschäften abzuschaffen.Das berichtet "derwesten.de".

Wie in den Niederlanden wollen die Händler die Rechnungen auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag auf- oder abrunden - und damit auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen verzichten.

Auf Informationstafeln sollen die Kunden in Kleve künftig, auch in Englisch, auf die Umstellung aufmerksam gemacht werden. Die Kartenzahlung sei von der neuen Regel jedoch ausgeschlossen.

Etwa ein Drittel der Besucher in Kleve kommen aus den Niederlanden. "Die kennen das nicht anders. In den Niederlanden wurden die Münzen bereits im September 2004 abgeschafft", zitiert das Nachrichten-Portal eine Sprecherin des Klever City-Netzwerks.

In Deutschlands Nachbarland habe die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen zu keinen Problemen und auch nicht zu erhöhten Preisen geführt.

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