NACHRICHTEN
20/01/2016 12:10 CET | Aktualisiert 20/01/2017 06:12 CET

Vier Lügen, die jeder glaubt: Fallt nicht auf diese Hautpflege-Mythen rein

Hautpflege ist für Topmodel Miranda Kerr sehr wichtig
instagram.com/mirandakerr
Hautpflege ist für Topmodel Miranda Kerr sehr wichtig

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan und braucht besonders intensive Pflege. Doch wie viel ist wirklich nötig? Sollten wir die Produkte unserem Alter angleichen und müssen alle Tuben und Tiegel von der gleichen Marke sein? Hier die hartnäckigsten Irrtümer.

Mythos 1: Das Pflegeprodukt lässt sich nach dem Alter bestimmt

In diesem Buch erfahren Sie alles über die Inhaltsstoffe von Kosmetika

Es geht nicht darum, sich eine Hautcreme für "jugendliche" oder "reife" Haut auszusuchen, sondern das Produkt nach seinem Hauttypen auszuwählen. Das Alter sagt also gar nichts über den Hauttypen aus. In der Realität gibt es trockene, empfindliche und fettige Hauttypen in jeder Altersklasse. Deshalb ist es wichtig, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und die Pflege individuell abzustimmen. Frauen ab 30 sollten es vermeiden, mit zu vielen Anti-Aging-Wirkstoffen der Faltenbildung entgegenzuwirken. Das kann die Haut unnötig reizen.

Mythos 2: Immer das selbe Produkt verwenden

Alle Produkte einer Pflege-Reihe zu kaufen, damit die einzelnen Schritte am effektivsten wirken, ist nicht der Schlüssel zur perfekten Haut, sondern vor allem eine Marketingstrategie. Bis man die passende Hautpflege für sich entdeckt hat, ist es ein langer Weg. Doch nur durch Ausprobieren lassen sich die besten Produkte für die spezifischen Bedürfnisse der Haut finden. Weil es dir das Gesichtswasser einer Marke angetan hat, muss das nicht automatisch bedeuten, dass auch die dazugehörige Nachtpflege das Richtige für dich ist.

Mythos 3: zu häufiger Wechsel der Pflegeprodukte

Wenn man dann das richtige Produkt gefunden hat, sollte man sich nicht direkt auf die Suche nach einer neuen Pflegeroutine begeben. Man sollte sehr wohl der Haut Zeit lassen, sich an das Produkt zu gewöhnen. Der Grundgedanke dahinter mag teilweise stimmen: Man nimmt mit der Zeit tatsächlich keine außergewöhnlich positiven Veränderungen der Haut mehr wahr. Das ist aber ein gutes Zeichen: Die Haut ist an einem Punkt angelangt, an dem sie gesünder ist und nicht mehr so extrem viel Pflege wie am Anfang benötigt. So lange also keine Unverträglichkeiten auftauchen, kann und sollte man seinen Lieblingsprodukten treu bleiben.

Mythos 4: Wenn es vom Dermatologen empfohlen wird, dann kann es ja nur gut sein

Das kann ja jeder sagen. Theoretisch kann alles von Dermatologen und Ärzten empfohlen werden und nur weil sich eine Marke dazu entschließt, ihre Produkte mit dieser Behauptung zu kennzeichnen, heißt das nicht, dass diese besser sind als herkömmliche Drogerie-Produkte. Im Grunde sagen solche Claims (ebenso wie "mit neuer, verbesserter Formel") nicht viel aus und werden lediglich für Wettbewerbsvorteile instrumentalisiert. Deshalb ist es ratsam, sich selbst in Sachen Inhaltsstoffe und deren Wirkung zu informieren und die eigenen Hautbedürfnisse zu kennen, anstatt sich blind auf willkürliche Versprechen zu verlassen.

Auch auf HuffPost:

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee

an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.