WIRTSCHAFT
20/01/2016 22:59 CET

So schlimm steht es um die Deutsche Bank

Der Co-Chef der Deutschen Bank John Cryan
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Der Co-Chef der Deutschen Bank John Cryan

Schockierende Nachrichten für Anleger der Deutschen Bank. Das Geldinstitut rechnet für 2015 mit einem schweren Verlust von 6,7 Milliarden Euro nach Steuern. Das teilte das Unternehmen überraschend am Mittwoch in Frankfurt in einer Ad-hoc-Mitteilung mit. Grund sind milliardenschwere Abschreibungen im Investmentbanking und im Privatkundengeschäft sowie hohe Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Jobabbau.

Analysten hatten mit weniger Minus gerechnet. Es ist der größte Jahresverlust für den deutschen Branchenprimus und der zweite seit 2008. In der Finanzkrise hatte die Deutsche Bank erstmals in einem Gesamtjahr rote Zahlen geschrieben und rund 3,9 Milliarden Euro Verlust gemacht.

Für 2014 hatte die Deutsche Bank noch Gewinn ausgewiesen. Ganze 1,7 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, konnte sie einnehmen. Aktuell läuft aber die US-Konkurrenz der Deutschen Bank davon: JPMorgan, Citigroup, Morgan Stanley, Bank of America und Wells Fargo vermeldeten sämtlich Milliardengewinne für 2015.

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